Ab diesem Wochenende wird der DB-Fernverkehr in Norddeutschland sowie in Nordrhein-Westfalen wahrscheinlich wieder etwas besser laufen. Am heutigen Freitag werden zwei viel genutzte Bahnstrecken planmäßig wieder in Betrieb genommen: Hamburg–Hannover und Köln–Wuppertal–Hagen. Dort enden Abend die Schienenersatzverkehre im Nahverkehr und teils weiträumige Umleitungen für Fern- und Güterzüge, wie die Deutsche Bahn ankündigt.

Neustart für Hamburg–Hannover und Köln–Hagen
Auf der wichtigen Nord-Süd-Trasse zwischen Hamburg und Hannover hat nach Angaben des Konzerns alles nach Plan funktioniert. „Am Freitag um 21 Uhr soll die Strecke wieder geöffnet sein“, zitiert der NDR einen Bahn-Sprecher. Reisende müssten sich aber zum Wochenende noch auf Startschwierigkeiten einstellen.
Seit Anfang Mai wurden auf der 163 Kilometer langen Strecke umfangreiche Sanierungsarbeiten unter anderem an Gleisen, Bahnhöfen, Oberleitungen und Brücken durchgeführt. Dafür musste der Bahnbetrieb zunächst abschnittweise und ab Mitte Juni komplett gesperrt werden. Züge des Fernverkehrs wurden umgeleitet, im Regionalverkehr Ersatzverkehre eingerichtet.
Ähnlich war es seit Anfang Februar zwischen Köln und dem Ruhrgebiet. Weil die wichtige Bahnstrecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln grundlegend modernisiert wurde, fuhren dort rund fünf Monate lang fast keine Züge mehr. Daher wurden Fernverbindungen von Köln nach Berlin und Hamburg über Düsseldorf und das Ruhrgebiet umgeleitet oder entfielen komplett.
Verzögerung auf der Strecke Nürnberg–Regensburg
Die ebenfalls seit Monaten gesperrte Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg kann hingegen noch nicht wie ursprünglich geplant am 10. Juli wieder freigegeben werden. Die sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik sei noch nicht abgeschlossen, heißt es von der DB. Spätestens zum Beginn der bayerischen Sommerferien am 31. Juli soll die Trasse aber wieder durchgehend nutzbar sein.



