Bei den aktuellen Temperaturen klingt das wie eine Horrormeldung: Wegen eines technischen Defekts saßen am Sonntag zahlreiche Passagiere längere Zeit in einem aufgeheizten Flugzeug am Frankfurter Flughafen fest. Wie unter anderem der Hessische Rundfunk berichtet, ging es mehreren Passagieren an Bord wegen der Hitzebelastung nicht gut und sie mussten von Rettungskräften versorgt werden.

Zeitweise über 50 Grad an Bord
Dem Bericht zufolge sollte eine Maschine des Ferienfliegers Sun Express eigentlich gegen 14 Uhr nach Antalya starten – über eine Stunde später stand sie aber immer noch mit den Fluggästen an Bord in der Nachmittagshitze. Nach Angaben der Airline war ein offenbar ein technischer Defekt am Hilfsaggregat die Ursache dafür, dass die Klimatisierung an Bord nicht funktionierte.
Berichten von Passagieren zufolge soll die Temperatur an Bord zeitweise auf über 50 Grad Celsius geklettert sein.
„Wir prüfen derzeit den gesamten Ablauf gründlich und ziehen daraus die notwendigen Konsequenzen“, teilte die Airline mit und entschuldigte sich bei den Reisenden: „Was die Fluggäste an Bord unseres Fluges XQ147 von Frankfurt nach Antalya am 21. Juni erlebt haben, tut uns aufrichtig leid.“
Nach weiteren Angaben von Sun Express hatte die Crew während der Wartezeit die Gäste mit Getränken versorgt. Alle Fluggäste, die medizinische Hilfe brauchten, hätten noch am selben Tag ihren Flug in die Türkei antreten können.
Passagiere erheben Vorwürfe gegen die Crew
Das hörte sich bei Passagieren allerdings anders an. So berichtete eine Familie, die an Bord war, dem Hessischen Rundfunk, dass das Personal die Fluggäste zunächst immer immer wieder vertröstet und den Reisenden nicht von sich aus Wasser angeboten habe. Zudem habe die Crew die Türen des Flugzeugs nicht geöffnet, obwohl sie mehrfach darum gebeten worden war. Eine Sun-Express-Kundin erwägt jetzt rechtliche Schritte gegen die Airline.


