Zum Start der Sommerferien in Hessen und weiteren Bundesländern am kommenden Wochenende müssen sich bestimmte Passagiere am größten deutschen Airport auf längere Wartezeiten einstellen. Dies betrifft besonders Reisende aus Nicht-EU-Staaten, aber auch andere Fluggäste, die in Ziele außerhalb des Schengen-Raums reisen wollen.

Grund ist das neue EU-Grenzkontrollsystem
„Gemeinsam mit Behörden und Airlines setzen wir verschiedene Maßnahmen um, um Abläufe effizient zu gestalten und Wartezeiten gering zu halten“, so ein Sprecher des Airport-Betreibers Fraport. „Dennoch ist in Spitzenzeiten mit deutlich höheren Wartezeiten zu rechnen. Wir empfehlen insbesondere Nicht-EU-Bürgerinnen und Bürgern, dies bei ihrer Planung zu berücksichtigen und mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen einzutreffen.“
Grund ist laut Flughafen neben dem urlaubsbedingt erhöhten Aufkommen vor allem das neu eingeführte Entry Exit System (EES) der Europäischen Union: Das EU-Grenzkontrollsystem zur elektronischen Erfassung der Ein- und Ausreise von Angehörigen von Drittstaaten an den Außengrenzen gehe einher mit „verschärften Erfassungsanforderungen“. Daher geht Fraport davon aus, dass es insbesondere bei der Grenzkontrolle für diese Fluggäste zu längeren Wartezeiten kommt.
Auch Reisende aus EU-Ländern sollten früher kommen
Auch Fluggästen aus EU-Ländern, aus Ländern des europäischen Wirtschaftsraums, aus der Schweiz und mit einem deutschen Aufenthaltstitel empfiehlt der Flughafen, bei Reisen außerhalb des Schengen-Raums drei Stunden vor Abflug einzutreffen. Für eine unkomplizierte Passkontrolle können diese das automatisierte Grenzkontrollsystem „Easy Pass“ nutzen.
Reisende, die keine Grenzkontrolle passieren müssen, empfiehlt Fraport folgende Zeitplanung: EU-Passagiere mit Aufgabegepäck sollten etwa 2,5 Stunden vor Abflug am Terminal sein. Wer ausschließlich mit Handgepäck reist, kann spätestens rund zwei Stunden vor Abflug kommen.
Was Passagiere selbst tun können
Zusätzlich können Passagiere mit einigen Maßnahmen selbst dazu beitragen, die Vorbereitungen vor dem Flug zu beschleunigen. Dazu zählt der vom Airport angebotene Service „Smart Way“ zur Buchung von Zeitfenstern bei der Sicherheitskontrolle, die Nutzung von Online-Check-in und Self-Service-Automaten für das Aufgabegepäck oder eine frühzeitige Parkplatzreservierung in den Terminal-Parkhäusern.
Und ein weiterer nützlicher Hinweis: Alle bislang im Terminal 2 ansässigen Fluggesellschaften sind vor der Schließung schrittweise in das neue Terminal 3 umgezogen. Fluggäste sollten sich also rechtzeitig über den Abflugort ihrer Airline informieren.
Neun Millionen Fluggäste über die Ferien
Über die Sommerferien gesehen, rechnet der Flughafen im Zeitraum vom 26. Juni bis zum 9. August mit rund neun Millionen Reisenden und rund 60.000 Flugbewegungen. Allein am ersten Ferienwochenende werden etwa 616.000 Passagiere erwartet. Die größte Fluglinie Lufthansa geht allerdings von einem Rückgang von 15 Prozent gegenüber 2025 auf rund 158.000 Fluggäste aus.
Weitere Infos rund um die Flugreise und den Aufenthalt am Flughafen bietet ein „Reise Guide“ und der Chat-Service „Frankfurt Airport Assistant“. Viele weitere Tipps finden Fluggäste unter www.frankfurt-airport.com.


