Marabu erwischt keinen guten Start

Die Vorbereitung von Condor-Schwester Marabu auf die erste Saison verläuft äußerst holprig. Foto: Helmut Meier/Flughafen Nürnberg
Die Vorbereitung von Condor-Schwester Marabu auf die erste Saison verläuft äußerst holprig. Foto: Helmut Meier/Flughafen Nürnberg

Eigentlich wollte die neue Condor-Schwester Marabu, bevor sie Anfang Mai offiziell in die erste Saison geht, den Flugbetrieb als Soft Opening langsam hochfahren. Wegen technischer Probleme beim bislang einzigen eigenen Flugzeug verläuft der Start bislang aber äußerst holprig: Laut einem Bericht von Aerotelegraph sind für den neuen Ferienflieger nun diverse Wetlease-Partner im Einsatz.

Bereits Mitte April hob der Airbus A320 Neo zum Jungfernflug von München nach Mallorca ab, geplant waren in den folgenden Wochen erste Flüge von der bayerischen Landeshauptstadt nach Palma sowie zu den Kanaren. Dann fiel die Maschine am 21. April auf Lanzarote wegen eines technischen Defektes aus.

Bunter Mix an Airline-Partnern

Seither sind bislang ein halbes Dutzend verschiedene Airlines und drei Flugzeugmuster als Ersatz unterwegs, wie Marabu-Chef Paul Schwaiger dem Flugnachrichtenportal bestätigte. Für Ersatz sorgen unter anderem Sundair, Fly 2 Sky und Chair Airlines, die spanische Airline Plus Ultra flog sogar mit einem A340-Langstreckenjet zwischen den Kanarischen Inseln und München. Und dem Bericht zufolge spitzt sich die Situation weiter zu, weil sich bei Marabu der Start eines zweiten Flugzeugs verzögert.

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Kritik von Reisebüros an Flugplanänderungen

Das ist alles sehr ärgerlich für die neue Airline, die vom Condor-Käufer Attestor in Estland als neuer Urlaubsflieger gegründet wurde. Dazu kommt viel Unmut aus den Reihen der Reisebüros wegen zahlreicher Flugplanänderungen für die Strecken nach Kreta, die Marabu in der ersten Saison von sieben deutschen Flughäfen aus bedienen will.

Bei den jüngsten Problemen blieb Airline-Chef Paul Schwaiger auch nichts anderes übrig, als sich bei Kunden, Reisebüros und Veranstaltern zu entschuldigen. Der ausgefallene A320 Neo ist inzwischen von Lanzarote zurückgekehrt. Wann die Maschine wieder abheben wird, ist noch unklar.

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