WM-Serie: Korea – Zwischen Palästen und Popstars

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Grafik mit einem Fußball und einem Hintergrund in Türkis, der geometrische Linien und die Zahl vier zeigt.

Von Seoul bis Busan kennt man sie, die rot gekleideten Fans der südkoreanischen Nationalmannschaft. Im Zuge unserer WM-Serie werfen wir dieses Mal einen Blick auf Südkorea, eine der bedeutendsten Fußballnationen Asiens. Den größten Moment ihrer Fußballgeschichte erlebten die „Taeguk Warriors“ bei der Weltmeisterschaft 2002 im eigenen Land, als sie sensationell das Halbfinale erreichten und gegen Deutschland ausschieden.

Fußball zählt in Südkorea nicht erst seit dem Erfolg von 2002 zu den beliebtesten Sportarten. Wenn die Nationalmannschaft spielt, versammeln sich oft Tausende Fans in roten Trikots auf öffentlichen Plätzen. Die Anhänger werden als „Red Devils“ bezeichnet und gelten als besonders lautstarke und treue Fans.

Zwischen Tradition und Moderne

Südkorea gehört zu den technologisch fortschrittlichsten Ländern der Erde und ist Heimat weltweit bekannter Unternehmen wie Samsung, Hyundai oder LG. Das Land verfügt über eine der schnellsten Internet-Infrastrukturen der Welt. Gleichzeitig werden jedoch traditionelle Werte und jahrhundertealte Bräuche bis heute gepflegt.

Tief in der koreanischen Kultur verankert ist der „Doljanchi“, der erste Geburtstag eines Kindes. Da laut korea.net einst die Kindersterblichkeitsrate sehr viel höher war, kamen die Bewohner kleinerer Dörfer häufig zu einem großen Fest zusammen, um dem Geburtstagkind ein langes und gesundes Leben zu wünschen.

Vor dem 1. Juni 2023 waren Neugeborene am Tag ihrer Geburt bereits ein Jahr alt. Zudem wurde man am Neujahrstag und nicht am Geburtstag älter. Seit einer Gesetzesänderung wurde die koreanische Altersberechnung jedoch offiziell abgeschafft und die Regierung stellte sie auf das international übliche Alterssystem um.

Kaffeetrinken mit Hunden, Katzen und Wallabys

Eine weitere Besonderheit des hochmodernen Landes sind die zahlreichen Themen-Cafés, die auch in Japan zu finden sind. In Seoul gibt es Cafés mit Schafen, Waschbären, Hunden, Katzen und sogar Wallabys, was immer wieder Kritik von Tierschutzorganisationen hervorruft. Manche Lokale sind bestimmten Comicfiguren oder Filmwelten gewidmet. Auch ein Pop-Café gibt es.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt der Gyeongbokgung-Palast in der Hauptstadt Seoul. Die imposante Anlage wurde im 14. Jahrhundert erbaut und zählt zu den wichtigsten historischen Bauwerken des Landes. Ebenfalls beliebt ist die Insel Jeju vor der Südküste. Die vulkanische Insel ist berühmt für weiße Sandstrände, den Vulkankegel Seongsan Ilchulbong und spektakuläre Lavatunnel. Außerdem ragt dort der Hallasan, mit 1.950 Metern der höchste Berg Südkoreas, in die Höhe. Gemeinsam mit dem Seongsan Ilchulbong und den Lavahöhlen gehört das Gebiet zum Unesco-Welterbe.

Bunte Geschäfte in einer urbanen Umgebung bei Nacht, mit beleuchteten Schildern und einem einladenden Ambiente.
Seoul fasziniert auch wegen seiner besonderen Restaurants und Cafés. Foto: fotoVoyager/iStock

K-Pop-Gruppen ziehen Fans an

Und auch die Demilitarisierte Zone, die Grenze zu Nordkorea, zieht zahlreiche Touristen an, die mehr über die Geschichte des Koreakriegs zwischen dem 25. Juni 1950 und dem 27. Juli 1953 erfahren wollen.

International bekannt wurde Südkorea in den vergangenen Jahren auch durch seine Popkultur. K-Pop-Gruppen wie BTS oder Blackpink sowie Filme wie „Parasite“ und Serien wie „Squid Game“ haben weltweit Millionen Fans gewonnen, sodass nicht mehr nur Kultur- und Naturliebhaber Südkorea auf ihrer Bucket List haben, sondern auch Filmfans.

Weitere Informationen und Reisetipps bietet auch die Koreanische Zentrale für Tourismus in Frankfurt.