
Urlauber in Tunesien müssen sich derzeit auf Einschränkungen bei der Stromversorgung einstellen. Angesichts einer anhaltenden Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 47 Grad führt die staatliche Strom- und Gasgesellschaft STEG aufgrund der stark gestiegenen Belastung des Stromnetzes zeitweise und teilweise unangekündigte Stromabschaltungen durch. Darauf weist unter anderem das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen hin.
Die Ausfälle können sich unmittelbar auf die touristische Infrastruktur auswirken. Betroffen sind unter anderem Klimaanlagen und Lüftungssysteme in Hotels und Ferienanlagen. Auch Einschränkungen bei Wlan, Mobilfunk und Internetverbindungen sind möglich. Darüber hinaus können zeitweise Störungen der Wasserversorgung sowie Probleme beim bargeldlosen Bezahlen oder an Geldautomaten auftreten.
Keine Infos zur Hotellerie
Inwiefern die internationale Hotellerie betroffen ist, kann derzeit nicht gesagt werden. Die Zentrale von Iberostar kontaktiert aktuell gerade alle Hotels in Tunesien, um den aktuellen Stand zu prüfen. Sobald touristik aktuell eine Info vorliegt, werden wir sie an dieser Stelle veröffentlichen. Auch das Tourist Board wurde von touristik aktuell bezüglich einer Stellungnahme kontaktiert. Das Headquarter wollte sich Ende vergangener Woche dazu äußern – eine Antwort blieb jedoch aus. Touristiker vor Ort berichten, dass kleinere Hotels von den Ausfällen durchaus betroffen sind, die größeren Anlagen bislang aber noch nicht beziehungsweise nur in Ausnahmefällen.
Nach Angaben der Behörden dienen die zeitlich begrenzten Abschaltungen dazu, das Stromnetz zu stabilisieren und großflächige Versorgungsausfälle zu verhindern. Wie lange einzelne Unterbrechungen dauern oder welche Regionen betroffen sind, lässt sich im Vorfeld jedoch nicht immer vorhersagen.
Reisende sollen sich über Situation vor Ort informieren
Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, sich regelmäßig bei ihrer Reiseleitung, dem Reiseveranstalter oder der Unterkunft über die aktuelle Lage am Urlaubsort zu informieren. Auch lokale Medien können über geplante oder kurzfristige Stromabschaltungen informieren.
Angesichts der hohen Temperaturen raten die Behörden außerdem dazu, direkte Sonneneinstrahlung insbesondere in den Mittagsstunden zu meiden und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wer auf kühlungspflichtige Medikamente angewiesen ist, sollte sich vor Ort erkundigen, wie diese auch bei einem vorübergehenden Stromausfall sachgerecht gelagert werden können.
Große Hitze trifft Nordafrika und Mittelmeerraum
Die Hitzewelle trifft derzeit weite Teile Nordafrikas und des Mittelmeerraums. Auch in anderen Urlaubsländern sorgen außergewöhnlich hohe Temperaturen für eine erhöhte Belastung der Stromnetze und stellen Behörden sowie touristische Betriebe vor zusätzliche Herausforderungen. Zahlreiche Waldbrände unter anderem in Spanien und Frankreich halten die Rettungskräfte zusätzlich in Atem.


