
Technikanbieter Amadeus will die Toma-Maske modernisieren. Wie Deutschland-Chef Bernd Schulz ankündigt, soll die Oberfläche für touristische Buchungen ein zeitgemäßes Erscheinungsbild und eine neue technische Grundlage erhalten.
„Viele Reisebüros lieben die kryptische Maske“, weiß Schulz. „Aber die neue Generation erwartet etwas anderes.“ Deshalb will er das Aussehen von Toma „dem Look&Feel einer modernen Anwendung“ anpassen.
Außerdem soll den Anbietern ermöglicht werden, mehr Angebotsdetails, Zusatzinformationen und Bilder in der Toma-Maske darzustellen. Dazu wird eine neue XML-Schnittstelle nach dem Standard der Open Travel Alliance (OTA), einem internationalen Zusammenschluss von Reiseunternehmen, entwickelt.
Das im Herbst gestartete Projekt soll jedoch äußerst behutsam umgesetzt werden, betont Schulz. „Wir werden das Alte leben lassen, um das Neue danebenzustellen.“ Niemand müsse am Counter künftig auf die kryptische Eingabe verzichten, und Anbieter, die noch nicht reif für die Datenübermittlung per OTA-XML sind, könnten beim gewohnten Format bleiben.
Toma soll weiterhin als eigenständige Maske angeboten werden, stellt Schulz klar. Die Integration mit dem Vergleichssystem Bistro Portal, das seit 2006 zu Amadeus gehört, werde dem Markt nicht aufgezwungen. „Auch künftig können Reisebüros auf Wunsch ausschließlich mit Bistro oder ausschließlich mit Toma arbeiten.“
An Toma sind über 200 touristische Anbieter angeschlossen, neben Veranstaltern, auch Airlines, Kreuzfahrtreedereien und Hotelgesellschaften.
Mehr zu den Plänen von Amadeus im touristischen Geschäft lesen Sie in Ausgabe 08-09/2013 von touristik aktuell, die heute erscheint.




