Die Buchungsplattform Booking ist in Deutschland weiter offen für strategische Partnerschaften im B2B-Segment. Gestartet wurde das Geschäft mit Reisebüros vor einigen Jahren mit der Dertour-Kette, gefolgt von der RTK-Gruppe. Beide Reisebüro-Organisationen schufen für ihre Büros direkte Schnittstellen. Wie stark sie genutzt werden, sagt Booking nicht.

Neben Hotels auch viele Fewos
Ganz so schlecht scheinen die Buchungszahlen nicht zu sein. Man sei durchaus an weiteren Kooperationen „interessiert“, sagt Norman Ladig, Regional Manager für den deutschsprachigen Markt. Mit seinem riesigen Hotel-Content sowie vielen Gästebewertungen, Bildern und Unterkunftsdetails sei Booking für Reisebüros ein äußerst attraktiver Partner.
Unter den insgesamt 31 Millionen gelisteten Angeboten befinden sich Ladig zufolge inzwischen auch fast neun Millionen „alternative“ Angebote wie Ferienwohnungen. Darüber hinaus setze Booking verstärkt auf das Thema „Connected Trips“ mit Flughafentransfers, Ausflügen und Flug-Tickets.
Mehr Umsatz mit Flügen und Ausflügen
So habe man 2025 fast 70 Millionen Flüge vermittelt, ein Plus von 37 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz mit Ausflügen sei zeitgleich um 80 Prozent gestiegen. Die Strategie des Portals: „Wir wollen ein Nonstop-Shop für Reisen werden“, so Norman Ladig. Was viele Kunden nicht wissen: „Connected Trips“ sind laut aktueller EU-Rechtsprechung keine Pauschalreise, sondern eine verbundene Reiseleistung.
Hotels in Europa müssen bei Buchungen laut Booking einen durchschnittlichen Provisionssatz von 15 Prozent abführen, allerdings nur dann, „wenn wir tatsächlich für unsere Unterkunftspartner eine Buchung über unsere Plattform generiert haben“, heißt es. Zu den Reisebüro-Vergütungen macht der Konzern keine Angaben. Sie liegen dem Vernehmen nach im mittleren einstelligen Bereich und damit deutlich unter denen von Expedia TAAP.


