Buchungseingänge: Minus auch im März

Die Reisebüros in Deutschland haben im März 2026 einen spürbaren Rückgang beim touristischen Auftragseingang verzeichnet. Nach Zahlen des Datendienstleisters Tats lag das Neugeschäft 21,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch hohe Stornierungsraten infolge des Iran-Kriegs, wie Tats betont.

Eine Frau in weißer Bluse sitzt an einem Schreibtisch und lächelt einem Kunden gegenüber, während sie ein Beratungsgespräch führt. Im Hintergrund ist eine große Weltkarte an der Wand zu sehen; auf dem Tisch stehen ein Laptop, ein kleiner Globus und eine Pflanze.
Vor allem wegen der hohen Stornierungsraten ist der touristische Auftragseingang im März deutlich zurückgegangen. Foto: ninelutsk/iStock

Noch etwas schwächer entwickelte sich der Kreuzfahrtbereich. Hier sank der Auftragseingang im März sogar um 22,7 Prozent im Vergleich zu März 2025.

Umsätze bleiben vorerst stabil

Stabil erweisen sich indes die bereits gesicherten Buchungen: Der touristische Auftragsbestand nach Reisedatum bis Oktober 2026 liegt nur 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei Kreuzfahrten gibt es in diesem Bestand sogar ein Plus von 6,6 Prozent gegenüber 2025.

Auch die fakturierten Umsätze der Reisebüros halten sich bislang im Plus. Im März lag der Gesamtumsatz 6,7 Prozent über dem Vorjahresmonat, kumuliert ergibt sich ein Zuwachs von 1,6 Prozent. Der Touristikumsatz inklusive Kreuzfahrten stieg im März um 2,1 Prozent, Kreuzfahrten allein um 1,5 Prozent. Deutlich stärker legten der Flugbereich mit 7,5 Prozent sowie die sonstigen Umsätze mit 13,3 Prozent zu.

Im Januar hatte der Auftragseingang im Reisebüro-Vertrieb bereits 13 Prozent unter Vorjahr gelegen, nach einem Aufschwung im Februar dann noch 1,8 Prozent. Jetzt hat der Iran-Krieg das Geschäft ausgebremst.

Der Reisebüro-Spiegel von Tats bestätigt damit den negativen Trend, den schon die Zahlen von des Reisebüro-Dienstleisters Ziel und dessen Tool Synccess vor knapp zwei Wochen aufgezeigt haben – allerdings fallen die Zahlen von Tats schlechter aus.