PTG: Rückvergütungen ohne Ende

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Abstrakte 3D-Darstellung mehrerer Prozentzeichen, die verstreut auf einer glänzenden Oberfläche liegen. Ein großes Prozentzeichen steht im Fokus, umgeben von weiteren unscharfen Symbolen in Blau-, Türkis- und Rosatönen, mit weichem Licht und modernem, futuristischem Look.
Prozente, Prozente: Für Reisebüros haben Cashbacks im Reisevertrieb zum Teil gravierende Folgen. Foto: MicroStockHub/iStock

Trotz der anhaltenden Diskussionen über Rückvergütungen als „Schlamassel der Reisebranche“, so die kürzliche Kritik während einer Podiumsrunde, ist der Hamburger Reisevermittler PTG Travel weiterhin gut im Geschäft. Wichtigste Partner sind die Volksbanken/Raiffeisenbanken mit deren „Exclusive Card Reise-Service“, der Telefonanbieter Freenet sowie die Hypovereinsbank und die Deutsche Bank.

Für die hat sich das 2009 gestartete Reisegeschäft im Rahmen des „Deutsche Bank Kontoreiseservice“ zu einem fest etablierten Konzept entwickelt: Inzwischen verfüge eine „hohe sechsstellige Zahl von Kundinnen und Kunden über solche Konten“, heißt es auf Anfrage von touristik aktuell.

250 Veranstalter im Portfolio

Anlass dafür war ein Reisebüro, dem fortan möglicherweise Buchungen in fünf- und sechsstelliger Höhe bei Hapag-Lloyd Cruises verloren gehen: Denn auch der Reisebüro-Stammkunde ist nunmehr Inhaber eines „Plus Kontos“ beziehungsweise „Best Kontos“ der Deutschen Bank. Für Ersteres erhält er über Reisebuchungen bei PTG drei Prozent Rückvergütung auf den Reisepreis, beim „Best Konto“ locken sogar sechs Prozent.

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Damit nicht genug: Auch Inhaber einer Master Card Gold oder Master Card Travel erhalten seit 2014 über die Deutsche Bank sechs Prozent Rückvergütung auf Reisebuchungen.

Die Auswahl der Angebote ist gewaltig: Insgesamt verweist PTG Travel auf Verträge mit 250 Veranstaltern und Produkte in 150 Reiseländern. Auch der Service scheint zu stimmen, heißt es von Insidern: Beraten werden die Kunden von 55 ausgebildeten Reiseverkehrskaufleuten.

PTG ist kein Einzelfall

Weitere große Player beim Geschäft mit Rückvergütungen, bei dem zum Teil auch kleinere Vertriebspartner eine Rolle spielen, sind unter anderem die Hamburger Sparkasse mit ihrem „Haspa Joker“ und das Münchner Reiseportal Check 24. Das hat zuletzt eine immer größere Marktmacht erobert – auch weil es offenbar keine Rendite einspielen muss: „Die Reisesparte ist für Check 24 eher ein Marketing- als ein Ertragsfeld“, betonte jüngst Cornelius Meyer, Vorstand von Best-Reisen, während der Jahrestagung der Reisebüro-Kooperation in Hurghada.

Eine Reisebüro-Petition fordert nun die Veranstalter auf, bei diesem Spiel nicht mitzumachen. Das Thema ist die Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 25/25).

Als einziger Leistungsträger geht Aida Cruises aktiv gegen die gängige, aber den Markt verzerrende Praxis vor. Allerdings zog der Kreuzfahrtmarktführer zuletzt vor Gericht mehrfach den Kürzeren.

Beitrag in touristik aktuell

Das Thema Rückvergütungen spielt auch in der ersten Print-Ausgabe des Jahres von touristik aktuell (ta 01/2026) eine Rolle. Dort geht es um den aktuellen Stand der Online-Petition des Hamburger Reisebüro-Inhabers Alan Freeman sowie Hintergründe des Cashback-Wahnsinns. Die These: Ohne die hohen Staffelprovisionen der Veranstalter würde es dieses Phänomen nicht geben – zumindest nicht in diesem Ausmaß.

Die neue Print-Ausgabe erscheint am nächsten Montag (19. Januar).

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