Rita AG: Neue Heimat für mobile Reiseberater

Unter dem Dach der Rita AG sollen sich Reiseverkäufer zusammenfinden, die ihre Zukunft als selbstständige Unternehmer sehen und dafür auf professionelles Know-how setzen
Unter dem Dach der Rita AG sollen sich Reiseverkäufer zusammenfinden, die ihre Zukunft als selbstständige Unternehmer sehen und dafür auf professionelles Know-how setzen. Foto: Prostock-Studio/istockphoto
Nutzt ihre Expertise als langjährige selbstständige Reiseverkäuferin: Karin Koch, Initiatorin und Mitgründerin der Rita AG
Nutzt ihre Expertise als langjährige selbstständige Reiseverkäuferin: Karin Koch, Initiatorin und Mitgründerin der Rita AG. Foto: Rita AG

Mit der Unterstützung von 30 Aktionären hat die langjährige Reiseverkäuferin Karin Koch einen neuen Anbieter für den mobilen Vertrieb ins Leben gerufen. Unter dem Dach der Rita AG sollen sich Reiseverkäufer zusammenfinden, die ihre Zukunft als selbstständige Unternehmer sehen und dafür auf professionelles Know-how setzen. Das Kürzel Rita steht für Reisebüro, Innovationen, Technologie und Attraktivität.

Karin Koch bringt dabei die langjährige Erfahrung als Reiseberaterin der TUI-Vertriebsmarke Take Off mit. Von der hat sie sich inzwischen getrennt. Erste Kooperationspartner sind die Reisebüro-Kette LCC sowie die Reisebüro-Kooperation AER und der Consolidator Aerticket.

LCC und AER mit eigenen Marken
Letzterer stellt mit seinem Buchungs-Tool Cockpit Holidays einen wichtigen Teil des Technikpakets für die angeschlossenen Reiseberater. LCC und AER wiederum wollen unter dem Dach von Rita bis Ende des Jahres eigene Vertriebsmarken für mobile Reiseverkäufer auf den Markt bringen.

Für LCC ist es eine Rückkehr in diesen Vertriebsweg: Mit der Marke Travelnet gehörte die Kette einstmals zu den Pionieren im mobilen Vertrieb. Das Konzept wurde damals allerdings nur halbherzig durchgezogen und später an Thomas Cook verkauft.

Gegründet wurde die Rita AG bereits im August 2018. Die damalige Idee war unter anderem das Entwickeln eines Kundentreueprogramms für Reisebüros. Dieses Projekt kam durch den Ausbruch von Corona zum Stopp, ist aber nicht auf Eis gelegt. „Da kommt noch was“, kündigt Karin Koch an.

Die Neuorientierung nach dem Ausbruch von Corona wurde maßgeblich mit von Kochs Ehemann Kurt Koch vorangetrieben. Der langjährige Chef der TUI-Vertriebstochter TLT Urlaubsreisen, zu der neben Take Off auch die Marken Feria und Holiday Profis gehören, war schon immer vom mobilen Vertrieb „als Ergänzung zum stationären Reisebüro-Vertrieb“ überzeugt.

Corona hat diese Einschätzung offenbar noch einmal verstärkt, unter dem Dach von TUI sah Kurt Koch seinen Platz allerdings nicht mehr: Vor rund drei Monaten legte er seine Verantwortung als Geschäftsführer von TLT Urlaubsreisen nieder. Momentan ist er für die Rita AG als Berater tätig, im Laufe dieses Monats wird er in den Vorstand der Holding berufen.

Erste Marke ist schon am Start
Die erste Vertriebsmarke der Rita AG ist unter dem Label „Mein Urlaubsglück“ bereits gestartet. Sie legt – wie auch die künftigen Vertriebsmarken von AER und LCC – großen Wert auf die Unabhängigkeit von Veranstaltern. Die ersten Berater sind schon an Bord.

Geboten wird ihnen laut Karin Koch „ein schlüsselfertiges Konzept“ für den mobilen Reisevertrieb. Das Basispaket inklusive Outlook Exchange, eigener Homepage und Kundenverwaltung kostet 48 Euro im Monat. Es kann je nach Bedarf im Bausteinkastensystem aufgestockt werden, unter anderem durch Tools wie den Cruise Compass.

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