Social Media: Influencer-Marketing als Salz in der Suppe

Eine junge Frau mit einem großen roten Wanderrucksack und einer bunten Strickmütze macht ein Selfie mit einer Kamera auf einem Stativgriff. Sie steht auf einer Brücke in einer malerischen Berglandschaft mit grünen Bäumen und Felsen im Hintergrund und lächelt fröhlich in die Kamera.
Regionale Influencer sind bezahlbar und haben oft einen sehr engen Draht zu ihren Followern. Foto: Vasil Dimitrov / iStock

Viele Reisebüros sind bereits äußerst aktiv in Instagram, Facebook, Tiktok und anderen Social-Media-Kanälen. Mitunter kann es aber auch helfen, die eigenen Influencer-Aktivitäten durch „echte“ Influencer außerhalb der Touristik zu ergänzen.

Das war die Botschaft einer weiteren Serie der Webinare zum Thema Online-Marketing von touristik aktuell und Mein Reisebüro 24. Der Hintergrund: Rund 80 Prozent der deutschen Social-Media-Nutzer lassen sich Studien zufolge bei ihren Kaufentscheidungen von Influencern beeinflussen. Ebenso viele können sich an eine Marke erinnern, nachdem sie mit ihr durch einen Influencer in Berührung kamen.

Auch wenn diese Werte sehr hoch erscheinen – ganz falsch sind sie vermutlich nicht. Auf jeden Fall zeigen sie, wie wertvoll Influencer sein können. „Niemand ist so nah dran an der Zielgruppe, und ihre Empfehlungen sind ein Hebel für die Kaufbereitschaft“, betonte Adrienne Becker, Head of Social Media bei der Online-Marketing-Agentur Webnetz aus Lüneburg.

Vom Nano- bis zum Mega-Influencer

Webnetz unterscheidet bei Influencern zwischen vier Gruppen: Nano-Influencer mit weniger als 500 Followern, aber mit „großem Einfluss in einer engen Nische“; Mikro-Influencer mit bis zu 100.000 Fans und „hohen Interaktionsraten“; Makro-Influencer mit bis zu einer Million Anhängern und „hoher Reichweite“, sowie Mega-Influencer, den „sozialen Superstars“ mit Werten jenseits der Millionenmarke. Letztere sind quasi unbezahlbar, daher raten Adrienne Becker und ihre Kollegin Marie Stoldt zu regionalen Influencern. Und das dürfen gerne Nano-Influencer sein.

Das hat im vergangenen Jahr auch die Reisebüro-Kooperation Schmetterling erkannt: Sie stellte für ihre Mitgliedsbüros eine Liste mit regionalen Influencern zusammen, um den Agenturen der Kooperation den Kontakt zu erleichtern.

Regionale Influencer als Tipp

Dass sich eine Zusammenarbeit lohnen kann, zeigte vor drei Jahren unter anderem das Erfurter Reisebüro Travelicous. Deren Inhaberin Miriam Glöckner hatte gemeinsam mit einer heimischen Influencerin und dem Düsseldorfer Veranstalter Coral Travel eine Gruppenreise nach Kappadokien aufgelegt. Die Tour mit rund 40 Teilnehmern lief derart gut, dass drei weitere Auflagen folgten.

Die Jury des Globus Awards 2022 von touristik aktuell war derart beeindruckt, dass Glöckner in der Kategorie „Beste Reisebüro-Aktion“ den ersten Platz abräumte.

Wo man regionale Influencer finden kann, welche Vorzüge sie haben und wie man Kunden zum Botschafter in eigener Sache macht, lesen Sie im Webinar-Bericht von ta-Redakteur Christofer Knaak. Die Online-Schulung zum Thema „Influencer Marketing“ kann auch als Youtube- Video angeschaut werden. Das gesamte Webinar inklusive praktischer Tipps dauert 80 Minuten.

Das nächste – und wie immer kostenlose – Webinar zum Thema „Online-Marketing“ findet am 27. Mai 2025 von  8.30 Uhr bis etwa 9.15 Uhr statt. Es widmet sich dem Thema „Pinterest – das völlig unterschätzte Reisenetzwerk“. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

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