Unister: Boris Raoul nur noch Berater

Ist von April an nicht mehr im Tagesgeschäft für Unister tätig: der bisherige Chef von Unister Travel, Boris Raoul
Ist von April an nicht mehr im Tagesgeschäft für Unister tätig: der bisherige Chef von Unister Travel, Boris Raoul. Foto: Unister

Rückschlag für Unister: Der bisherige Chef von Unister Travel Boris Raoul gibt seinen Posten zum 31. März auf und zieht sich von allen operativen Tätigkeiten zurück. Offiziell steht er dem Unternehmen künftig beratend zur Seite. Inwiefern dies den Tatsachen entspricht oder nur eine politische Meldung ist, bleibt offen.
Unister-Gründer Thomas Wagner geht fest von einer weiteren Zusammenarbeit aus und will „zeitnah“ über künftige Ämter von Raoul im Umfeld der Unister Group entscheiden. Er freue sich „weiter auf wertvolle Impulse von Boris Raoul“. Zugleich danke er ihm für sein „herausragendes Engagement für unser touristisches Geschäft“, so Wagner.
Dafür hat er auch allen Grund: Unter der Leitung von Raoul hat sich Unister Travel zumindest ein Stückweit vom Schmuddel-Image befreit und nicht nur die Akzeptanz des DRV gewonnen. Auch Veranstalter wie TUI, Thomas Cook und Alltours konnten wieder als Partner gewonnen werden.
Wagner zufolge wachse Unister Travel auch im derzeit „schwierigen Marktumfeld nachhaltig und profitabel“. Warum die Veranstaltermarke Urlaubstours dennoch immer wieder Provisionen nicht oder verspätet auszahlt, bleibt sein Geheimnis.
Der frühere FTI-Manager Raoul hatte im Juli 2014 den Vorsitz der Geschäftsführung von Unister Travel übernommen und war im August vergangenen Jahres als Vorstand in die neu gegründete Unister Travel AG gewechselt. Raoul selbst begründet seinen Abschied aus dem operativen Geschäft damit, dass der Umbau von Unister Travel „weitgehend abgeschlossen“ sei. „Ich freue mich auf eine neue Rolle“, so der IT- und Touristikexperte.

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