Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) wird künftig wieder von einer Doppelspitze geleitet. Ivo Thiemrodt wird ab 1. September als zweiter Geschäftsführer neben Andreas Gent fungieren, wie der DRSF ankündigt. Gent hatte den Fonds nach dem Weggang von Stefan Korsch seit Ende April alleine geführt.

Mit Thiemrodt bekommt der DRSF einen Volljuristen, der bereits in verschiedenen öffentlichen Institutionen tätig war, zuletzt als Abteilungsleiter Digitale Gesellschaft, Internationales und Europa im Bundesjustizministerium. Und er ist bereits bestens mit der Materie vertraut: In seiner früheren Funktion als Beauftragter des Ministeriums für den Fonds in dessen Gründungsphase 2021 und 2022 habe er wesentlich am Entwurf des Reisesicherungsfondsgesetzes und der Formulierung der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für den DRSF mitgewirkt, heißt es.
Schwerpunktmäßig für IT zuständig
Nun übernimmt Ivo Thiemrodt gemeinsam mit Gent die strategische und operative Gesamtverantwortung für den DRSF. Schwerpunktmäßig soll er die Umsetzung von IT-Projekten sowie die Optimierung der Prozesse etwa bei der Kundengelderstattung verantworten. „Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, die Vorteile der Digitalisierung gezielt einzusetzen, um robuste Prozesse zu skalieren“, so Thiemrodt. „Eine starke IT ermöglicht uns, hohe Geschwindigkeit und Qualität in Einklang zu bringen.“
Mit dem planmäßigen Ausbau der Geschäftsführung ist der Fonds nach eigenem Bekunden „stark aufgestellt“. Angesichts der „rapiden Entwicklung“ in den fünf Jahren seit seiner Gründung, die auch stark von der FTI-Insolvenz geprägt war, befinde sich der DRSF nun „in einer Phase der Konsolidierung und der prozessualen Optimierung“, um sowohl für Verbraucher als auch für die gesamte Tourismuswirtschaft ein Höchstmaß an Stabilität und Effizienz im Insolvenzfall zu garantieren.



