Die Pünktlichkeit im Fernverkehr der Deutschen Bahn hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Laut einem Bericht der Bild am Sonntag waren im vergangenen Jahr nur noch 60,1 Prozent der ICE- und Intercity-Züge nicht verspätet, im Vorjahr waren es 62,5 Prozent. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lag die Pünktlichkeitsquote noch bei 74,4 Prozent. Als verspätet gilt ein Zug bei der Bahn ab einer Verzögerung von sechs Minuten.
Als Grund für die vielen Verspätungen werden zumeist die zahlreichen Baustellen genannt, um das in die Jahre gekommene Schienennetz zu sanieren. Ein weiterer Faktor sind überlastete Fernverkehrsknoten, vor denen sich Züge immer wieder stauen.
Durch milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur will die Bahn möglichst schnell wieder verlässlicher werden. Einer jüngst veröffentlichten Bilanz zufolge hat die Infrastruktur-Tochter DB Infra Go im letzten Jahr mehr als 19 Milliarden Euro für Sanierung und Modernisierung ausgegeben. 2026 sollen es über 23 Milliarden Euro sein.


