Golf-Carrier mit Sonderflugplänen – Lufthansa verlängert Flugpause

Update 15.10 Uhr

Gut eine Woche nach Ausbruch des Iran-Krieges fahren die Fluglinien der Golfstaaten ihren Betrieb weiter hoch, es gibt aber weiterhin starke Beschränkungen. Sowohl Emirates als auch Etihad bieten wieder reguläre Linienflüge an, in sehr eingeschränktem Maß heben auch Flugzeuge von Qatar Airways wieder ab. Momentan hangeln sich die Airlines mit Sonderflugplänen von Tag zu Tag.

Emirates will zum normalen Flugplan zurückkehren

Emirates teilte kurz vor dem Wochenende mit, bis auf Weiteres rund 80 Destinationen zu bedienen. Passagiere, die am Drehkreuz Dubai umsteigen, werden jedoch nur befördert, wenn ihr Anschlussflug gesichert ist, heißt es auf der Website. Am Samstag wollte die Airline gut 100 tägliche Rückflüge zu etwa 80 Destinationen anbieten, sieben davon sollten nach Deutschland gehen.

Zwar rechnet die Fluggesellschaft aus Dubai damit, binnen weniger Tage wieder 100 Prozent ihres Streckennetzes anbieten zu können. Die Situation bleibt aber unberechenbar, wie das Wochenende zeigte: Weil nahe des internationalen Flughafens eine Drohne explodierte, kam der Flugbetrieb wieder vorübergehend zum Erliegen. Auch in der neuen Woche wurden Länder in der Golfregion wieder Ziele von Angriffen aus dem Iran, etwa in Katar und Bahrain.

Etihad: Sonderflugplan bis 19. März

Etihad Airways aus Abu Dhabi verkehrt momentan nach täglich aktualisierten Sonderflugplänen, wie die Airline auf ihrem X-Account mitteilt. So sollen am heutigen Montag unter anderem auf Flüge von Frankfurt, Düsseldorf und Zürich in Richtung des Emirats gehen. Für Dienstag ist ein Rückflug nach Frankfurt vorgesehen.

Bereits am vergangenen Freitag hatte Etihad den kommerziellen Flugbetrieb „in begrenztem Umfang“ wieder aufgenommen. Welche Ziele der zunächst bis 19. März geltende Flugplan umfasst, findet man auf der Website der Airline.

Qatar Airways mit wenigen Flügen

Der Linienflugbetrieb von Qatar Airways bleibt aufgrund der Sperrung des Luftraums über Katar weiterhin ausgesetzt. Allerdings will Katars nationale Fluglinie nach einer vorübergehenden Genehmigung durch die zivile Luftfahrtbehörde für begrenzte Flugkorridore in den nächsten Tagen einen eingeschränkten Flugplan anbieten. Wie die Airline auf der Plattform X ankündigt, wird am Dienstag (10. März) ein Flug von Doha nach Frankfurt abheben, in Gegenrichtung geht es am Mittwoch (11. März). Auch am heutigen Montag waren Flüge von Frankfurt und Berlin zum Hamad International Airport geplant, teilte Qatar Airways in einem Newsletter mit.

Israel: Flugverkehr startet wieder

Auch Israel hat Medienberichten zufolge schrittweise den internationalen Flugverkehr wieder aufgenommen. Seit Sonntag gab es erstmals seit Kriegsausbruch wieder reguläre Flüge vom Ben-Gurion-Airport in Tel Aviv, während gleichzeitig weiterhin Rückholflüge für im Ausland gestrandete Israelis organisiert werden. Laut Behörden durften zunächst allerdings nur maximal zwei Maschinen pro Stunde starten, jede Maschine darf höchstens 70 Passagiere an Bord haben. Mehrere israelische Fluggesellschaften planen, ihre Flugpläne schrittweise wieder zu starten.

Lufthansa: Flugstopp nach Dubai bis 15. März

Fluggesellschaften aus dem deutschsprachigen Raum wie die Airlines der Lufthansa-Gruppe haben nach wie vor reguläre Flüge in den Nahen Osten ausgesetzt. Und Lufthansa hat die Pause am Montag sogar noch einmal verlängert.

Demnach sind Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi jetzt bis einschließlich 15. März ausgesetzt, ebenso Verbindungen nach Dammam. Tel Aviv werden die Lufthansa-Airlines bis einschließlich 2. April nicht ansteuern. Unverändert gelten überdies die Fristen für Amman und Erbil (15. März), Beirut (28. März) und Teheran (30. April). Linienflüge von und nach Riad mit Lufthansa und ITA Airways sowie Dschidda (Eurowings) finden weiterhin statt, ebenso Flüge nach Larnaka auf Zypern.

Evakuierung der Mein-Schiff-Gäste

Allerdings gab es in den letzten Tagen mehrere Rückholaktionen unter anderem von Lufthansa und Condor, die in Kooperation mit der Bundesregierung und Reiseveranstaltern durchgeführt wurden.

So gab es am Wochenende weitere Rückholflüge für Gäste des TUI-Schiffs Mein Schiff 4, die in Abu Dhabi festsitzt. Auch die Evakuierung der Kreuzfahrturlauber auf der Mein Schiff 5 in Katar startete am Sonntag mit einem ersten Flug aus Saudi-Arabien.