Ibiza begrenzt in der diesjährigen Sommersaison die Zahl der Mietwagen deutlich. Von Juni bis September gilt erstmals eine gesetzliche Obergrenze, durch die täglich rund 2.000 Ferienautos weniger auf den Straßen der Baleareninsel unterwegs sein werden als im vergangenen Sommer. Insgesamt dürfen in diesem Zeitraum 17.668 Fahrzeuge pro Tag verkehren, davon 14.000 Mietwagen – ein Rückgang von etwa zwölf Prozent.
Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Konzepts der Inselverwaltung, das Verkehrsaufkommen zu verringern und nachhaltigere Mobilität zu fördern. Die Regelung gilt zunächst vom 1. Juni bis 30. September 2026; auch 2027 soll die Begrenzung für vier Monate gelten.
Früh buchen wird wichtiger
Für Reisende hat die Begrenzung vor allem Auswirkungen auf die Verfügbarkeit. „Der Mietwagenurlaub auf Ibiza bleibt weiterhin gut planbar, jedoch gibt es durch das kleinere Fahrzeugkontingent weniger verfügbare Autos“, sagt Thorsten Lehmann, Geschäftsführer von Sunny Cars. Urlauber sollten Mietwagen daher frühzeitig reservieren, idealerweise parallel zu Flug und Unterkunft. Besonders in den stark nachgefragten Monaten Juli und August könnte das Angebot knapp werden. Kurzfristige Last-Minute-Buchungen werden durch die neue Verordnung deutlich erschwert.
Die Vergabe der verfügbaren Fahrzeuge erfolgt über ein Quotensystem. Anbieter mit moderneren und emissionsärmeren Flotten erhalten dabei Vorteile, für Elektroautos sind zusätzliche Boni vorgesehen. Die konkrete Anzahl an Fahrzeugen pro Vermieter hängt somit künftig stärker von ökologischen Kriterien ab. An der Buchung selbst ändert sich für Kunden nichts: Reservierungen laufen weiterhin wie gewohnt über Anbieter oder Reisebüros, die Genehmigungen werden im Hintergrund abgewickelt.


