Studie: Flugpreise bleiben hoch

Günstigere Flugpreise sind auf absehbare Zeit nicht zu erwarten
Günstigere Flugpreise sind auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Foto: Flughafen Stuttgart

Knappe Kapazitäten bei gleichzeitig hoher Nachfrage nach Flugreisen werden nach Einschätzung einer Studie des Kreditversicherers Allianz Trade weiterhin für hohe Ticketpreise sorgen. So seien die Flugpreise auf internationalen Strecken gestiegen, zum Beispiel zwischen den USA und Europa im Jahresdurchschnitt um 23 Prozent.

Zwar seien die Auslieferungen von Flugzeugen, die in der Corona-Krise 2020 um die Hälfte eingebrochen sei, wieder gestiegen. Flugzeugbauer hätten aber weiterhin Schwierigkeiten, mit der Nachfrage Schritt zu halten, heißt es in der Studie.

Weiterhin Verzögerungen bei Auslieferungen

Demnach stiegen die Flugzeuglieferungen im vergangenen Jahr weltweit um 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und auch für 2023 wird mit einem Wachstum um 19,8 Prozent gerechnet. „Aber die derzeitige sechsmonatige Verzögerung scheint den optimistischen Plänen der Flugzeughersteller nicht zu entsprechen“, so die Einschätzung von Allianz Trade. Diese Angebotsverknappung könnte dazu führen, dass die Flugpreise hoch bleiben.

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Zugleich legt die Nachfrage stark zu. Der Untersuchung zufolge stiegen die weltweiten verkauften Passagierkilometer im ersten Quartal 2023 um 58,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichten 85,9 Prozent des Niveaus vor der Pandemie.

Besonders stark war das Plus mit 125,5 Prozent in Asien, aber auch in Europa wurde mit 44,3 Prozent ein deutliches Wachstum verzeichnet. Die Verkäufe von Flugtickets für den Sommer (Mai bis September) sind bislang weltweit um 35,2 Prozent gestiegen und haben 92 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht.

Wieder schwarze Zahlen erwartet

Durch die teureren Flugtickets bei gleichzeitig sinkenden Kerosinpreisen steigen auch die Margen der Fluggesellschaften, sodass die Airlines wieder Gewinne schreiben dürften, glauben die Studienautoren. Laut Airline-Verband IATA werden die Gesamteinnahmen im Jahresvergleich voraussichtlich um 9,7 Prozent auf 803 Milliarden US-Dollar wachsen, die Nettogewinne könnten bei 9,8 Milliarden Dollar liegen.

„Nach drei verlustreichen Jahren könnte die Luftverkehrsbranche 2023 in die Gewinnzone zurückkehren – das ist früher als erwartet“, fasst Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zusammen. „Allerdings bleiben die fehlenden Kapazitäten das Nadelöhr. Das dürfte den Höhenflug der Fluggesellschaften vorerst bremsen. Für Verbraucher bedeutet das auch, dass fliegen weiterhin teuer bleiben dürfte.“

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