WM-Serie Elfenbeinküste: Kakao, Krokodile und eine Kirche der Superlative

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Grafik mit einem Fußball und einem Hintergrund in Türkis, der geometrische Linien und die Zahl vier zeigt.

Die Elfenbeinküste, bis 1960 französische Kolonie, ist der weltweit größte Produzent und Exporteur von Kakaobohnen und ein Hauptlieferant für die internationale Schokoladenindustrie. Laut zdfheute.de stammen rund 40 Prozent aus dem Land des Kakaos.

Doch das westafrikanische Land hat weit mehr zu bieten als seine bedeutende Kakaoindustrie: In Yamoussoukro steht eine der größten Kirchen der Welt, in einem See leben heilige Krokodile direkt neben dem Präsidentenpalast, und in den letzten großen Regenwäldern Westafrikas streifen Schimpansen und Zwergflusspferde durch den dichten Dschungel.

Internationale Fußballstars

Die Elfenbeinküste zählt zu den erfolgreichsten Fußballnationen Afrikas. Die Nationalmannschaft, die „Éléphants“, gewann bereits mehrfach den Afrika-Cup und brachte zahlreiche internationale Stars hervor. Zu den bekanntesten Spielern zählen Didier Drogba und Yaya Touré. Drogba schrieb mit dem englischen Spitzenklub Chelsea Geschichte, als der Verein 2012 die Champions League gewann.

Bei Weltmeisterschaften war die Elfenbeinküste mehrfach vertreten und galt insbesondere in den 2000er- und 2010er-Jahren als eine der stärksten Mannschaften Afrikas. Ob sie bei der derzeitigen WM weiterkommen wird, entscheidet sich im Spiel gegen Curacao.

Eine Kirche nach Vorbild des Petersdoms

Der Name des Landes geht auf den historischen Elfenbeinhandel entlang der westafrikanischen Küste zurück. Der internationale Elfenbeinhandel wurde später weitgehend verboten. Die wirtschaftliche Metropole Abidjan gilt als eine der modernsten Städte Westafrikas und wird oft als „Perle der Lagune“ bezeichnet. Bedeutend ist unter anderem der Hafen der Metropole: Er ist Umschlagplatz vor allem von Kakao, Kaffee, Holz und Ananas.

Zu den außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten des Landes gehört die Basilika Notre-Dame de la Paix in der Hauptstadt Yamoussoukro, die zwischen 1985 und 1988 nach dem Vorbild des Petersdoms in Rom gebaut wurde. Allein die Fläche des Kirchengebäudes misst etwa 8.000 Quadratmeter. Die Kuppel überragt in einer Höhe von 158 Metern sogar die Kuppel des Petersdoms. Rund 11.000 Menschen finden in der Basilika Platz. Damit gehört sie zu den größten und höchsten Kirchengebäuden der Welt.

Krokodile am Präsidentenpalast

Nicht weit von dem imposanten Bauwerk entfernt befindet sich ein weiterer Hotspot: der Präsidentenpalast mit seinem See der heiligen Krokodile. Die dort lebenden Nilkrokodile gelten als Symbol der Stadt. Besucher können die Tiere aus nächster Nähe beobachten, insbesondere bei den regelmäßigen Fütterungen.

Naturfreunde kommen bei einer Reise voll auf ihre Kosten: In dem Land sind sämtliche Lebensräume Afrikas zu finden – von Regenwald im Süden bis hin zur Savanne im Norden. Der Tai-Nationalpark im Südwesten gehört zum Unesco-Weltnaturerbe und  schützt einen der letzten großen tropischen Primärregenwälder Westafrikas. Zahlreiche seltene Tierarten wie Schimpansen, Waldelefanten und Zwergflusspferde finden dort eine Heimat.

Eine traditionelle Tanzaufführung mit einem maskierten Tänzer, umgeben von Zuschauern in einem ländlichen Dorf mit Strohdächern und Bäumen.
Die Elfenbeinküste ist auch für die kulturellen Maskentänze bekannt. Foto: Carlos Duarte/iStock


Auch der Comoé-Nationalpark im Nordosten des Landes zählt zum Unesco-Weltnaturerbe. Er gilt als größter Nationalpark Westafrikas und umfasst eine einzigartige Mischung aus Savannen, Galeriewäldern und Feuchtgebieten. Mit viel Glück können Besucher unter anderem Antilopen, Büffel, Affen, Leoparden und sogar Löwen beobachten.

Foufou in aller Munde

Die ivorische Küche ist geprägt von Maniok, Kochbananen, Yamswurzeln und regionalen Gewürzen. Zu den traditionellen Gerichten zählt Foufou, ein aus Maniok hergestellter Teigkloß, der meist mit verschiedenen Soßen serviert wird. Foufou, auch Fufu genannt, ist derzeit wortwörtlich in aller Munde. Kochvideos trenden gerade auf Instagram und Tiktok.

Auch kulturell besitzt die Elfenbeinküste einige Besonderheiten. In vielen Regionen spielen traditionelle Maskentänze noch heute eine wichtige Rolle. Besonders im Westen des Landes werden kunstvoll geschnitzte Masken bei religiösen Zeremonien und Festen verwendet. Die Maskenkultur gehört zu den bekanntesten Traditionen der Elfenbeinküste und zieht Besucher aus aller Welt an. Besonders beliebt ist ein Besuch des Tonkpi Nihidaley Maskenfestivals in Man, das jedes Jahr im Dezember stattfindet.