Mallorca: Erneut Proteste gegen Massentourismus

Mehrere Tausend Menschen haben am Wochenende auf Mallorca gegen den Massentourismus demonstriert. Wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet, zogen Demonstranten vom Park Ses Estacions durch den Weg durch die Altstadt Palmas und hielten Plakate mit Aufschriften wie „Your luxury, our misery“ und „Wir wollen nicht die Vorreiter beim Anstieg der Wohnkosten sein“. Auch Billigflieger wurden kritisiert.

Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, seien Urlauber von den Protesten beeindruckt gewesen. Einige hätten Beifall geklatscht, anderen seien die Demonstrationen eher unangenehm gewesen.

Die Proteste am Wochenende waren nicht die ersten in Spanien. Bereits in den vergangenen Wochen waren immer wieder Einheimische nicht nur auf Mallorca, sondern auch auf den Kanaren, in Barcelona und Malaga auf die Straßen gegangen, um ihrem Unmut Luft zu machen. Die Demonstranten kritisieren, dass nur eine Minderheit von den Einnahmen aus dem Tourismus profitiere. Die große Mehrheit habe Jobs mit niedrigen Gehältern, die nicht reichten, um die immer teurer werdenden Wohnungen zu bezahlen. Laut DPA steht die Branche für 45 Prozent der Wirtschaftsleistung der Insel. Etwa 20 Milliarden Euro werden pro Jahr durch den Tourismus erwirtschaftet.

Doch wie wirken sich die Proteste auf die Nachfrage nach Reisen nach Mallorca in den Reisebüros hierzulande aus? Eine Umfrage in der neuen Ausgabe von touristik aktuell (ta 14/2024, hier im E-Paper) zeigt, dass Urlauber nach wie vor herzlich willkommen geheißen werden. Keiner der Befragten berichtet von einer feindseligen Stimmung, sondern vielmehr von einer nach wie vor großen Gastfreundschaft. (uf)

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