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Balearen: Drastische Strafen für Partys

Wer gegen die neuen Party-Bestimmungen auf Mallorca verstößt, muss tief in die Tasche greifen. Foto: imantsu/iStockphoto

Wer gegen die neuen Party-Bestimmungen auf Mallorca verstößt, muss tief in die Tasche greifen. Foto: imantsu/iStockphoto

Die Inselregierung der Balearen reagiert auf die stark gestiegenen Corona-Inzidenzwerte auf Mallorca und schränkt private und öffentliche Zusammenkünfte am Abend und in der Nacht drastisch ein.

Demnach werden vom kommenden Samstag (24. Juli) an die Strände von 22 Uhr bis 6 Uhr gesperrt. Zudem darf man sich zwischen 1 Uhr und 6 Uhr nur mit Personen des eigenen Haushalts treffen. Dazu zählen aber auch alle Personen, die beispielsweise im Hotel oder in einer Finca gemeinsam eingecheckt haben. So sollen nächtliche Trinkgelage unterbunden werden, die nach Angaben der örtlichen Behörden maßgeblich für die hohe Ansteckungsrate verantwortlich sind.

Auch die Sperrstunde in Bars und Restaurants wird von bisher 2 Uhr auf 1 Uhr vorgezogen. In der Außengastronomie dürfen nur noch acht statt zwölf Gäste gemeinsam an einem Tisch sitzen, in den Innenräumen nur noch vier anstelle von bislang sechs.

Mit den neuen Regelungen gilt zumindest am Abend quasi ein Partyverbot. Dieses zu umgehen, ist nicht ratsam, denn die Strafen sind drastisch. Wie die deutschsprachige Mallorca Zeitung berichtet, werden für die Teilnahme an einer illegalen Feier 1.000 Euro fällig. Wer die Quarantäne missachtet, ist mit mindestens 2.000 Euro dabei, positiv Getestete sogar mit 5.000 Euro.

In den Ruin treiben kann einen eine privat veranstaltete Party beispielsweise auf einer Finca: Sowohl dem Ausrichter der Feier als auch dem Eigentümer des Grundstücks oder der Immobilie droht ein Bußgeld von 100.000 Euro.

Auf Mallorca hat die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 350 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner überschritten, auf den anderen Baleareninseln sehen die Zahlen ähnlich aus.