Reisevertrieb

Best Reisen: Proaktiv agieren auf Covid-Comeback

Best-Reisen-Vorstand Conelius Meyer rät, die Politik jetzt auf mögliche Folgen einer erneuten Corona-Welle für die Touristik aufmerksam zu machen. Foto: Best-Reisen

Best-Reisen-Vorstand Conelius Meyer rät, die Politik jetzt auf mögliche Folgen einer erneuten Corona-Welle für die Touristik aufmerksam zu machen. Foto: Best-Reisen

Cornelius Meyer, Vorstand von Best Reisen, ist guter Dinge. Das Geschäft in den Partner-Reisebüros läuft gut. Derzeit lässt sich das Umsatzminus im Vergleich zum Rekordjahr 2019 mit nur noch 24 Prozent beziffern.

Trotzdem blickt Meyer mit etwas Sorge auf die Zeit nach dem Sommer und einem möglichen Corona-Comeback: „Die Touristik muss diesmal proaktiv agieren und den Sommer nutzen, um die Politik auf mögliche Gefahren für unsere Branche aufmerksam zu machen.“ Eine Krisensituation, wie sie die Branche im März 2020 oder im August 2021 erlebte, müsse vermieden werden. Wichtig sei, dass alle Verbände zusammenarbeiten.

Vom Einkaufsverbund zum Netzwerk

Best-Reisen setzt derweil auf die fortschreitende Digitalisierung. „Wir schaffen neue Netzwerkstrukturen und eine Community. Digital Leadership ist dabei unsere Triebfeder“, so der Vorstand. Laut Cornelius Meyer befindet sich die Reisebüro-Kooperation in einer Transformation von einem Einkaufsverbund hin zu einem Netzwerk. „Neben dem Bereitstellen wirtschaftlicher Vorteile wird ein weiterer Schwerpunkt die dezentrale Vernetzung der Reisebüro-Partner sein. So können sie sich gegenseitig inspirieren und ihr Know-how austauschen.“

Das bei manchen Vertriebsorganisationen angespannte Verhältnis zu den Veranstaltern bezeichnet Cornelius Meyer in seiner Funktion als Vorstand von Best-Reisen als „in der Regel sehr gut“. Man habe früh einen eigenen Weg beschritten. „Seit zehn Jahren sind unsere wichtigsten Vereinbarungen um Marketing- und Schulungsaspekte ergänzt, die in der Vergütung Berücksichtigung finden. Und im vergangenen Frühjahr haben wir mit dem Sortimentslabel „B4C – Best for Customer“ eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und Veranstaltern geschaffen.“

Ärger mit einem Veranstalter

Trotzdem läuft aktuell nicht alles reibungslos. Meyer verrät: „Ein großer Veranstalter hat ohne nennenswerte Verhandlungsbereitschaft die Vergütung verschlechtert. Das nehmen unsere Büros wahr, und wir sehen eine deutlich verlangsamte Dynamik im Vergleich zu anderen Anbietern. Ich halte es für keine gute Idee, in diesen Restart-Zeiten Provisionskonditionen zu verschlechtern.“

Wie Cornelius Meyer Social-Media für Best-Reisen nutzen will, wie er die Vertriebsorganisation als Marke vorantreiben möchte und wie das Unternehmen aus Filderstadt dem Fachkräftemangel begegnen will, lesen Sie im kompletten Interview, das nächste Woche in der neuen Ausgabe von touristik aktuell erscheint.

Arne Hübner