Reisevertrieb

Branche: Geschäftsreisen bleiben wichtig

Laut einer Befragung von Airplus International kann das Digitale die Live-Begegnung nicht ersetzen

Laut einer Befragung von Airplus International kann das Digitale die Live-Begegnung nicht ersetzen. Foto: pixabay

Corona hat erfinderisch gemacht. Im nunmehr dritten Pandemiejahr sind Homeoffice und Videokonferenzen Standard geworden, wo es vormals undenkbar war. Trotz allem: Eine Befragung des Zahlungsdienstleisters Airplus International hat ergeben, dass Geschäftsreisen für deutsche Unternehmen weiterhin einen hohen Stellenwert haben.

Zwar erwarten 93 Prozent der über 100 befragten Top-Manager, wie es in einer Mitteilung heißt, dass Geschäftsreisen im eigenen Unternehmen im Vergleich zu 2019 in unterschiedlichem Ausmaß durch Videokonferenzen ersetzen werden. Das bewerten die Manager aber durchaus kritisch: Als größtes Risiko, von 81 Prozent genannt, der virtuellen Kommunikation betrachten sie die fehlende persönliche Begegnung.

Fast jeder zweite Befragte führte außerdem die fehlende Möglichkeit des Networkings sowie Risiken der Datensicherheit als Nachteil an. Für immerhin jeden Dritten stellten die Kosten der digitalen Infrastruktur eine Hürde dar.

Anlass ist entscheidend

Ausschlaggebend für die Entscheidung, ob man lieber am Laptop bleibt oder sich in Flugzeug, Zug oder Auto setzt, sei demnach der Geschäftszweck der Begegnung. Wenn es darum geht, Vertrauen und Beziehungen aufzubauen, sei der Großteil der Befragten (84 Prozent) sich einig, dass persönliche Treffen unerlässlich sind, heißt es.

Auch bei Verhandlungen (von 76 Prozent genannt), Anlässen mit emotionalen Kommunikationsinhalten (73 Prozent), Besprechungen vertraulicher und sensibler Inhalte (71 Prozent), Kundenakquise und -bindung, Messebesuchen und Branchentreffen (jeweils 70 Prozent) sowie strategischen internen Meetings (56 Prozent) bevorzugt die Mehrheit der Befragten eine persönliche Begegnung.

Anders sei dies beim bloßen Austausch von Infos oder bei der Zusammenarbeit in Projektteams: Dies könne aus Sicht der Befragten künftig weiter virtuell stattfinden.

Felix Hormel