Nach dem dicken Minus im Januar hat sich der Auftragseingang der touristischen Buchungen im Reisebüro-Vertrieb im Februar stabilisiert. Allerdings lag er mit minus 1,8 Prozent einmal mehr unter dem Vorjahresniveau. Auch der Teilbereich der Kreuzfahrten konnte den aktuellen Zahlen des Frankfurt Datendienstleisters Tats zufolge kein Wachstum generieren: Er lag mit 3,2 Prozent unter dem Vorjahr.

Der Januar hatte den Reisebüros laut Tats ein Buchungsminus von 13 Prozent beschert. Gründe dafür waren unter anderem das winterliche Wetter sowie starke, extrem langfristige Vorausbuchungen. Sie sorgen nach wie vor dafür, dass der touristische Auftragsbestand nach Reisedatum bis Oktober 2026 mit 1,1 Prozent im Plus liegt. Der Kreuzfahrtbereich verzeichnet sogar einen Zuwachs von 9,4 Prozent gegenüber 2025.
Gesamtjahr insgesamt leicht über Vorjahr
Entsprechend entspannt zeigte sich im Vorfeld der ITB der Reisebüro-Inhaber und Chef des Backoffice-Anbieters Ziel, Gerd Laatz. Für ihn sind die Zahlen bis dato „kein Grund zur Panikmache“. Sein Bauchgefühl sage ihm, „dass das laufende Jahr wie das Vorjahr mit Plus/Minus ein bis zwei Prozent enden wird“, so Laatz.
Daran dürfte auch die aktuelle Buchungsdelle aufgrund des Iran-Krieges nichts ändern. Die Reisenachfrage für 2026 sei insgesamt sehr hoch, beteuerten auf der ITB sämtliche großen Veranstalter, darunter Dertour. Auch Reisebüro-Inhaber zeigten sich in Berlin touristik aktuell gegenüber optimistisch: „Was jetzt nicht gebucht wird, holen die Kunden im April nach“, hieß es oft am Stand von touristik aktuell.


