Der neue ICE: Platz für Räder und Familien

Panoramascheiben und mehr Platz für Gepäck: Der ICE4 soll Ende 2017 in den Regelbetrieb gehen
Panoramascheiben und mehr Platz für Gepäck: Der ICE4 soll Ende 2017 in den Regelbetrieb gehen. Foto: Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn will ab Ende 2017 eine neue Generation von Fernverkehrszügen einführen. Der ICE4 soll bereits in diesem Spätherbst in den Testbetrieb gehen, zwei der Züge werden dann vereinzelt auf der Strecke Hamburg-Hannover-Nürnberg-München eingesetzt. Der neue ICE ist mit maximal 250 Kilometern pro Stunde langsamer als alle seine Vorgänger. Er bietet Platz für 625 Fahrgäste in der 2. und 205 in der 1. Klasse. An jedem Sitz gibt es eine Steckdose. Panoramascheiben und ein tageszeitabhängiges Beleuchtungskonzept sollen für angenehmere Lichtverhältnisse sorgen. Und die Klimaanlage soll Temperaturen von bis zu 45 Grad standhalten. Deutlich vergrößert wurden nach Angaben der Bahn die Familienbereiche und Kleinkindabteile sowie der Stauraum für Gepäck. Erstmals können im ICE Fahrräder mitgenommen werden. Dafür stehen acht Stellplätze im letzten Wagen zur Verfügung. Mit sieben Zügen soll der ICE4 zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 in den Regelbetrieb gehen, zunächst auf den Strecken Hamburg–Frankfurt/Main–Stuttgart und Hamburg–Würzburg–München. Insgesamt hat die Bahn 130 Züge bei Siemens bestellt, die nach und nach die ICE1 und ICE2 ersetzen werden. Die DB plant, ihr Fernverkehrsangebot bis 2030 um 25 Prozent zu erweitern. Unter anderem soll es künftig 150 ICE-Fahrten mehr pro Tag geben.