A3M-Bericht: 2025 – ein Jahr der Extreme

Zahlreiche schwere Krisen weltweit haben Reisende, Reisebüros und Veranstalter im vergangenen Jahr vor große Herausforderungen gestellt. Das auf Sicherheitsmonitoring spezialisierte Unternehmen A3M Global Monitoring hat die Ereignisse analysiert, die sicherheits- und informationsrelevant waren – von Naturkatastrophen über Terroranschläge bis hin zu politischen Unruhen. Besonders betroffen waren Asien und der Atlantikraum.

Zerstörte Häuser und Boote, Trümmer und Holzreste liegen nach einem Taifun dicht gedrängt in einem Küstenort auf den Philippinen; im Hintergrund beschädigte Gebäude unter grauem Himmel.
Die Philippinen werden immer wieder von schweren Unwettern getroffen. Das Bild zeigt die Zerstörungen nach Taifun Yan im Jahr 2013. Foto: Tigeryan/iStock


In Südostasien registrierte A3M eine hohe Zahl schwerer Unwetter, Taifune und tropischer Stürme. Die Philippinen wurden vom Supertaifun Fung-Wong sowie von den Stürmen Kalmaegi und Ragasa getroffen. Auch Vietnam litt unter den Auswirkungen von Kalmaegi. In Taiwan verursachte der tropische Sturm Podul Schäden, während im Indischen Ozean die Insel La Réunion vom Tropensturm Garance betroffen war.

Extremereignisse auch in Europa

In der Karibik wütete Hurrikan Melissa in Jamaika, während ein gleichnamiger Tropensturm Kuba und die Bahamas traf.

Europa erlebte andere Extreme: Eine schwere Hitzewelle erfasste im Sommer weite Teile Südeuropas, darunter Spanien, Italien, Griechenland, die Türkei und Zypern.

Terroranschläge in mehreren Ländern

Neben Naturkatastrophen dokumentierte A3M auch schwere Gewalt- und Terrorereignisse. Dazu zählten der Anschlag am Bondi Beach in New South Wales (Australien) zum Jahresende sowie ein Angriff in der Bourbon Street in New Orleans. Im Baisaran Valley im indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir griffen Terroristen Touristen an; Dutzende Menschen kamen ums Leben. Auch an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela kam es zu gewaltsamen Übergriffen auf Zivilisten.

Politische Instabilität prägte 2025 vor allem Teile Afrikas. Ende November verzeichnete A3M einen Militärputsch in Guinea-Bissau sowie anhaltende Unruhen in Madagaskar nach wochenlangen Protesten. In Tansania führten die Wahlen Ende Oktober zu Aufständen, woraufhin die Regierung zeitweise das Internet abschaltete. Auch in Nepal eskalierten landesweite Proteste, die Ausgangssperren und schließlich den Rücktritt des Premierministers zur Folge hatten.

An der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha kam es im Dezember erneut zu schweren Gefechten mit Evakuierungen. Bereits zuvor hatte es dort bewaffnete Auseinandersetzungen gegeben.

Schwere Gewalttaten weltweit

Der Bericht erfasste zudem schwere Gewalttaten: In der Metro von Taipeh griff ein Mann mit Messern und Rauchgranaten an, mehrere Menschen starben. In einem Hostel in Saulsville bei Pretoria (Südafrika) wurden mehrere Menschen erschossen.

Laut Samed Kizgin, Chief Content Officer von A3M Global Monitoring, war 2025 aus Krisensicht „ein Jahr mit außergewöhnlicher Dichte an gravierenden Ereignissen – von Extremwetter und tropischen Stürmen über Terroranschläge bis hin zu politischer Instabilität und schweren Gewalttaten“.