Reisemesse Indaba: Flugmarkt bremst Südafrika-Boom


Trotz wachsender Nachfrage aus dem deutschen Markt bleibt der Flugmarkt eine Herausforderung für Südafrika-Reisen, wird auf der Reisemesse Indaba klar, die kürzlich in Durban stattfand. Nach Einschätzung von Stephan Gotta, Trade Specialist von South African Tourism in Frankfurt, zeigt sich der deutsche Markt zwar bislang robust gegenüber dem begrenzten Angebot, langfristig werde jedoch ein weiterer Anbieter für Nonstop-Flüge benötigt.

Eingang zu einer Messehalle mit großen, bunten Bannern, die verschiedene Reiseziele und Attraktionen darstellen. Eine Person mit Gepäck sitzt auf einer Bank.
Die Nachfrage nach Südafrika-Reisen steigt weiter, doch Reiseveranstalter sehen im Flugangebot und bei den Preisen Herausforderungen. Foto: Indaba

Derzeit fliegen nur Lufthansa und Condor nonstop zwischen Deutschland und Südafrika. Ein Wiedereinstieg von South African Airways in den europäischen Linienverkehr sei bislang nicht absehbar. Vor allem Reiseveranstalter beklagen die Preisentwicklung der Flüge. Umbuchungen auf andere Airlines führten häufig zu deutlich höheren Tarifen, sagt Gotta. Als wichtige Alternativen gewinnen deshalb Ethiopian Airlines und Turkish Airlines an Bedeutung.

Wenig Konkurrenz, hohe Tarife

„Wir buchen Ethiopian und auch Turkish Airlines sehr gerne“, erklärt Annika Samse vom Veranstalter Unikat Afrika. Besonders Addis Abeba biete gute Umsteigemöglichkeiten zu zahlreichen Zielen im südlichen Afrika. Das Quasi-Monopol von Lufthansa sei problematisch und führe zu hohen Preisen.

Andere Veranstalter sehen die Lage weniger kritisch. „Die Kunden sind flexibel, und es lassen sich gute Lösungen finden“, sagt Daniela Biebl von TMC. Für zusätzliche Verunsicherung sorgen laut Carola Schomburg von Explorer Berichte über mögliche Treibstoffengpässe und steigende Flugpreise. Besonders betroffen seien Flugsafaris und Transfers mit Kleinflugzeugen.

Mehr zur Entwicklung des Südafrika-Tourismus und Eindrücke von der Africa’s Travel Indaba, bei der touristik aktuell-Korrespondent Wolfram Marx vor Ort war, lesen Sie in der nächsten Ausgabe von touristik aktuell, die am 26. Mai erscheint.

Wolfram Marx