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Sommerurlaub: Bundespolitik erstmals optimistisch

Die Bundespolitiker wecken Hoffnung auf Sommerurlaub im eigenen Land und in anderen Ländern Europas

Die Bundespolitiker wecken Hoffnung auf Sommerurlaub im eigenen Land und in anderen Ländern Europas. Foto: Bigandt_Photography/istockphoto

Wie mehrere Nachrichtenagenturen vermelden, haben sich führende Bundespolitiker wie etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn optimistisch zu einem möglichen Sommerurlaub geäußert. Allerdings raten die Politiker zu Aufenthalten in Deutschland und im europäischen Ausland. Dieser für viele Menschen lang ersehnte Wunsch soll auch für Urlauber ohne Corona-Impfung möglich sein. Ein Wermutstropfen bleibt: Fernreisende sollen sich laut der Politik weiter gedulden.

Merkel ist „hoffnungsfroh“
Nach dem EU-Gipfel in Porto meinte Bundeskanzlerin Merkel in etwas verklausulierter Form: Wenn man beobachte, wie niedrig die Inzidenzzahlen in Portugal oder anderen europäischen Ländern schon jetzt seien, „dann bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir auch insgesamt uns das leisten können, was auch im vergangenen Sommer möglich war.“

Ihr Parteikollege Spahn erklärte in der „Rheinischen Post“ bezüglich eines möglichen Sommerurlaubs: „Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein.“ Regelmäßige Tests könnten ausreichen. Er selbst rät von Fernreisen ab. „Nordsee statt Südsee“, so seine Devise.

Und auch Thomas Bareiß, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, weckt Hoffnung. Im Gespräch mit der Bildzeitung erklärt er: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass Urlaubsreisen bei uns ab Juni in immer mehr Regionen möglich werden.“

Digitaler Impfpass als Hoffnungträger
Neben den sinkenden Inzidenzzahlen sorgt besonders die Einführung des digitalen Impfpasses für gute Stimmung. EU-Politiker diskutierten darüber auch in Porto. Laut Merkel seien die technischen Notwendigkeiten für den Pass mittlerweile geklärt. Nun gehe es um inhaltliche Themen. Jetzt müsse unter anderem erörtert werden, wie die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen, die nicht in der EU zugelassen sind, aussehen. Auch Bareiß setzt auf den Pass und bezeichnete ihn gegenüber dem „Tagesspiegel“ als „große Hoffnung“. Der Impfpass soll voraussichtlich Ende Juni eingeführt werden.

Arne Hübner