Reisebüros müssen sich sowohl in der Touristik als auch im Business Travel noch stärker nach außen positionieren, ihr Portfolio besser kommunizieren und aufzeigen, was sie alles bieten und wie gut und hilfreich ihre Arbeit ist. Mit dieser Botschaft reagiert Markus Orth, Geschäftsführer der Franchise-Kette LCC, auf die aktuelle Unsicherheit im stationären Vertrieb.
Die aktuelle Krise zeige einmal mehr die Rolle der Reisebüros mit Blick auf den Kunden: „Es geht um Vertrauen, um Sicherheit und um Ansprechpartner“. Das müsse „stärker ausgespielt“ werden, so Markus Orth und Marketing-Leiter Tim Holzapfel während eines Gesprächs mit touristik aktuell in der LCC-Zentrale in Frankfurt am Main.
Für die beiden Manager ist die aktuelle Krise eine Art „Lakmustest“ für das beratungsintensive Geschäft – und zur Kundengewinnung und Kundenbindung „gar nicht so schlecht“. Reisebüros könnten sich mit ihren Leistungen gerade jetzt gut positionieren. „Wir spielen die Beratungskarte“, sagt Tim Holzapfel. Das sei aber auch „das Einzige, was der aktuellen Situation abzugewinnen ist“.
Fokus auf höherwertige Produkte

Am Fokus, im Leisure-Segment vor allem auf höherwertige Produkte zu setzen, will LCC auch künftig festhalten. Für die sehr kaufkräftige Kundschaft bietet die Franchise-Kette zudem mit Fyne Travel ein eigenes Luxuslabel an.
Insgesamt werde die Passgenauigkeit von Angeboten für den Kunden immer wichtiger, hinzu kämen Verlässlichkeit und kurze Reaktionszeiten, so Orth. Ob und wie intensiv LCC-Büros, die mit ihrem Franchise-Verbund in diesem Jahr 35. Geburtstag feiern, parallel zum hochwertigen Segment auch auf die preissensible Klientel setzen, würden die jeweiligen Unternehmer entscheiden.
Den vollständigen Bericht zum Interview in der LCC-Zentrale finden Sie in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 8/2026). Sie kann auch als E-Paper aufgerufen werden.


