
Das neue, einheitliche Provisionsmodell mit den kumulierten Umsätzen der Kölner und Frankfurter Veranstalter von DER Touristik ist bei den Reisebüros auf eine überwiegend positive Resonanz gestoßen. Vor allem Büros, die in den letzten Jahren an einem Standort gewachsen sind und am anderen Standort im Minus lagen, würden von dem neuen Modell profitieren. Bislang erhielten sie in diesem Fall keine Zusatzprovision für einen der Standorte. „Das ändert sich künftig“, sagt Vertriebschef Kevin Keogh im Gespräch mit touristik aktuell.
Grundsätzlich würde DER Touristik mit dem neuen Modell in den stationären Vertrieb investieren, versichert Svenja Bielinski, Vertriebsleiterin der Kölner Veranstalter ITS, Jahn Reisen und Travelix. „Wir haben den Mindestumsatz bewusst nicht auf 170.000 Euro addiert, sondern auf 150.000 Euro festgelegt.“ Gleichzeitig biete man jenen Agenturen, die zum 31. Oktober 2015 diesen Mindestumsatz nicht erreichen, das Entwicklungsprogramm Fokus plus an.
Mit Fokus plus haben diese Büros ein weiteres Jahr Zeit, die erforderlichen 150.000 Euro zu erreichen. Dabei erhalten sie Bielinski zufolge die Möglichkeit, „rückwirkend zum November 2015 bis zu zwei Prozent mehr Provision auf den zusatzprovisionsfähigen Umsatz der DER Touristik zu verdienen“. Ein weiterer Vorteil sei die Provisionsberechnung nach Buchungseingang. Damit zählen Buchungen bis zum 31. Oktober auch für Fokus plus.
Bei Agenturen, die nach wie vor nur in Köln oder in Frankfurt stark sind, honoriert DER Touristik trotz der Umsatzkumulierung die Einzelumsätze in Köln und Frankfurt mit bis zu einem Prozent zusätzlich. Keoghs praktischer Tipp: „In der Provisionsbroschüre ist ein Beispiel abgebildet, wie man das errechnen kann.“
Kritik zum neuen Modell kam nach Aussage von Keogh und Bielinski „nur von wenigen Büros, die das Entwicklungsprogramm Fokus plus noch nicht kannten oder bei denen Beispielrechnungen nicht korrekt waren“. Deshalb prüfe man gerade, ob unter Come Closer ein Provisionsberechnungs-Tool hinterlegt wird.
Das ganze Interview mit den beiden Managern lesen Sie in der neuen Ausgabe von touristik aktuell ta 29-30/15, die heute erscheint.


