Die geplante Senkung der Luftverkehrsteuer kann aus Sicht des Deutschen Reiseverbands (DRV) nur ein Einstieg für Entlastungen für die Reisebranche sein. Bei einer Anhörung im Finanzausschuss des Bundestags sagte DRV-Präsident Albin Loidl: „Die Luftverkehrsteuer muss vollständig abgeschafft und die staatlichen Gebühren an Flughäfen reduziert werden.“ Nur so könne man den Luftverkehrsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb stärken.

Der Verband argumentiert, dass höhere Kosten im Luftverkehr direkt bei den Reisepreisen ankommen – besonders bei Pauschalreisen. „Niedrigere Flugkosten können dazu beitragen, Reisen bezahlbar zu halten – insbesondere für Familien mit geringerem Einkommen“, sagte Loidl mit Blick auf die zuletzt stark gestiegenen Preise aufgrund der allgemeinen Inflation, unter anderem für das wichtige Reiseziel Türkei.
Mehr als nur ein Steuerthema
In seiner Stellungnahme verweist der DRV darauf, dass Flugreisen für viele Menschen in Deutschland ein zentraler Teil der Urlaubsplanung seien, vor allem bei Auslandsreisen. Der Verband hebt außerdem die Bedeutung von Reisen für Erholung, psychische Gesundheit und gesellschaftlichen Austausch hervor. Urlaub, so der Tenor, sei nicht nur ein Konsumgut, sondern für viele auch ein Stück Lebensqualität.
Der Bundestag will das Gesetz zur Änderung des Luftverkehrsteuergesetzes noch in dieser Woche beschließen, anschließend ist der Bundesrat am Zug. Wenn das Verfahren wie geplant läuft, tritt die Neuregelung wie angekündigt zum 1. Juli in Kraft. Anschließend könnte über weitere Maßnahmen diskutiert werden, um die Flugpreise zu senken.


