Schon Mitte Januar hatte Ryanair angekündigt, die Kürzungen im Sommerflugplan für Deutschland teilweise zurückzunehmen, nun hat der Billigflieger seine Pläne aktualisiert. Danach sind neben der schon kommunizierten Wiedereinführung von 300.000 Sitzplätzen auch 14 neue Strecken vorgesehen, außerdem kommen zwei kleine Airports dazu.
Dabei handelt es sich um die Flughäfen in Saarbrücken und Friedrichshafen. Vom Bodensee-Airport aus will die irische Fluglinie Verbindungen nach Mallorca und Alicante anbieten. Auch ab Saarbrücken sollen Flüge nach Alicante abheben, außerdem will Ryanair die süditalienischen Destinationen Lamezia Terme und Trapani bedienen.
Auch Flughafen Karlsruhe profitiert stark
Profitieren von den Ausbauplänen wird insbesondere auch der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden: Von dort aus plant die Günstig-Airline Strecken nach Amman in Jordanien, in die marokkanische Hauptstadt Rabat sowie in die Hauptstädte Bukarest (Rumänien) und Tirana (Albanien). Die beiden letzteren Ziele sollen im nächsten Sommer auch ab Memmingen angesteuert werden. Weitere neue Ryanair-Strecken sind von Frankfurt-Hahn und von Nürnberg nach Rabat (Marokko) und Köln–Rimini.
Die Airline weist aber darauf hin, dass die Gesamtkapazität in Deutschland im Sommer 2026 noch immer um 220.000 Sitzplätze unter dem Niveau von 2025 liegen werde, „da Flughäfen mit hohen Kosten wie Berlin und Hamburg weiterhin nicht bereit sind, ihre völlig wettbewerbsunfähigen Gebühren zu senken“. Daher fordert Ryanair die Bundesregierung erneut auf, die Luftverkehrsteuer abzuschaffen, Flugsicherungs- und Sicherheitsgebühren um 50 Prozent zu senken und „wettbewerbsfähige Flughafenkosten in ganz Deutschland zu schaffen“.


