Bad Kissingen – die kleine fränkische Stadt spielte eine wichtige Rolle beim bisher besten Abschneiden einer ecuadorianischen Nationalmannschaft bei einer Fußball-WM. Bei der WM in Deutschland vor genau 20 Jahren hatte „El Tri“ das Quartier im Hotel Bristol in Bad Kissingen bezogen und erreichte sensationell das Achtelfinale, schied dann aber gegen England aus. Genau wie damals spielt man auch in diesem Jahr wieder in einer Vorgruppe mit Deutschland. Das Spiel startet am 25. Juni um 22 Uhr.
Höhenluft in der Hauptstadt Quito
Fußballerisch haben die Ecuadorianer bei der WM bisher nicht überzeugt. Einer Niederlage gegen die Elfenbeinküste folgte ein torloses Unentschieden gegen Curacao. Dabei hatte man viel mehr erwartet: In der Qualifikation besiegte man zu Hause Argentinien und spielte Unentschieden gegen Brasilien. Ein möglicher Vorteil ist die dünne Höhenluft in Quito, denn das Nationalstadion Atahualpa liegt auf 2.700 Metern Höhe.

Und auch die Nationalspieler sind auf dem Papier besser als noch vor 20 Jahren. Nur zwei spielen in Ecuador, der Rest international. In Deutschland sind mindestens zwei bekannt: der Ex-Frankfurter William Pacho und der ehemalige Leverkusener Piero Hincapie, die gerade mit ihren neuen Teams Champions-League- beziehungsweise Premier-League-Sieger geworden sind. Mit im Team ist auch ein gebürtiger Hamburger: John Yeboah ist der Sohn eines Ghanaers (nicht verwandt mit Anthony Yeboah) und einer Ecuadorianerin. Und Jeremy Arevalo steht seit der Winterpause beim VfB Stuttgart unter Vertrag.
Bemerkenswert ist auch wieder die Zusammensetzung und somit die gesellschaftliche Bedeutung dieser Mannschaft. Viele der Stars stammen aus den afro-ecuadorianischen Gemeinden des Chota-Tals oder aus Esmeraldas an der Pazifikküste. Im fußballverrückten Ecuador tragen sie somit sehr viel zum Zusammengehörigkeitsgefühl bei.
AI-Resorts am Pazifik und schneebedeckte Vulkane
Die Pazifikküste mit Esmeraldas, Atacames und Mompiche und ihren All-inclusive-Resorts Royal Decameron Mompiche und Decameron Punta Centinela lädt Urlauber mit tropischer Vegetation und kilometerlangen Sandstränden sowie afro-ecuadorianischer Kultur, die sich in Musik und Kulinarik widerspiegelt, zum Entspannen ein.

Doch die meisten Urlauber reisen zum Entdecken nach Ecuador. Das kleine Land – so groß wie Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen zusammen – vereint auf engem Raum schneebedeckte Vulkane, Regenwald am Amazonas, interessante Bergdörfer und historische Städte. Besonders sehenswert sind die über 2.700 Meter hoch gelegene Hauptstadt Quito und Cuenca, deren hervorragend erhaltene Altstädte beide zum Unesco-Welterbe gehören. Bekannt und beliebt sind auch die Indiomärkte, wie es sie unter anderem in Otavalo gibt.
Naturfreunde kommen im Cotopaxi-Nationalpark auf ihre Kosten. Der Vulkan Cotopaxi mit fast 5.900 Metern zählt zu den höchsten aktiven Vulkanen der Welt und liegt an der „Straße der Vulkane“, zu der auch der 6.200 Meter hohe Chimborazo gehört.
Als Abenteuerhauptstadt gilt Banos. Hier können Besucher in den Thermalquellen baden, Wasserfälle entdecken, Mountainbike fahren, raften oder auf Aussichtsplattformen über die Anden blicken. Wer möchte, kann auf der „Schaukel am Ende der Welt“ auch über den Abgrund schaukeln.
Nicht weit von hier ist der Amazonas-Regenwald mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. In viele der Lodges am Amazonas und den Nebenarmen kommt man nur mit dem Kanu.

Was wäre Ecuador ohne einen Abstecher zu den Galapagos-Inseln? Die abgelegene Inselgruppe fasziniert mit Riesenschildkröten, Meerechsen, Seelöwen und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt, die schon Charles Darwin inspirierte. Verschiedene Reedereien bieten unterschiedlich lange Touren zu den einzelnen Inseln an, je nach Gusto und Geldbeutel.
Und woher kommt der Name? Natürlich vom Äquator, der mitten durch das Land geht. Das Denkmal in „Mitad del Mundo“ (Mitte der Welt) nördlich von Quito könnte zwar schöner sein, ist aber einen Abstecher wert. Vor allem, um die Coriolis-Experimente auszuprobieren. Dabei wird gezeigt, wie sich Wasser nördlich und südlich des Äquators angeblich unterschiedlich verhält. Die oft vorgeführte unterschiedliche Drehrichtung des Wassers ist bei kleinen Wasserbecken wissenschaftlich allerdings umstritten.



