Rückblick & Bildergalerie: Das war unsere ITB

Mehr als 100 Termine, viele Treffen auf den Fluren und bei Networking-Veranstaltungen sowie am Stand von touristik aktuell: Mit müden Beinen, aber voller Input ist das Team von touristik aktuell von der ITB Berlin nach Hause zurückgekehrt. Getrübt wurde die weltgrößte B2B-Messe vom Irankrieg: Viele Destinationen und Leistungsträger konnten nicht anreisen, weil Flüge nicht gingen oder andere Dinge dringender waren. Am wichtigsten sei zurzeit, gestrandete Gäste nach Hause zu bringen, fasste etwa Condor-Chef Peter Gerber die Lage zusammen.

Betroffen waren nicht nur Urlauber, Tourismusminister und ITB-Besucher: Auch TSS-Chef Manuel Molina saß mit seiner Familie in Dubai fest, zudem Reisebüros mit eigenen Gruppen, darunter Kreuzfahrtgäste von Terramania Reisen im thüringischen Sömmerda.

„Viel Solidarität in der Branche“

Zurück zur ITB: Unser Schiffsexperte Christofer Knaak war naturgemäß viel in Halle 25 unterwegs, die sich in den vergangenen Jahren zum Hotspot der Kreuzfahrtanbieter entwickelt hat. Dort wurde besonders deutlich: „Der Persische Golf und die Spree waren nah beieinander“, so das Messe-Fazit von Christofer Knaak. Gleichzeitig sei zu spüren gewesen, wie sich die Branche solidarisiert und gegenseitig unterstütze. Damit machte Knaak ähnliche Erfahrungen wie Chefredakteur Matthias Gürtler, der mit zahlreichen Vertretern von Airlines, Veranstaltern und Reisebüros sprach.

„Wir können die globale Politik nicht beeinflussen, aber wir haben einen Einfluss darauf, wie wir als Partner agieren. Und ich kann sagen: Wir haben immer sehr partnerschaftlich zusammengearbeitet und werden dies auch in Zukunft tun“, betonte etwa Gerald Kassner, Chef von Schauinsland-Reisen. Und sein Sohn Steffen Kassner ergänzte: „Die Tourismus-Industrie steht für Frieden, Offenheit und kulturellen Austausch – gerade auch in diesen Zeiten.“

Veranstalter, Reisebüros und Leistungsträger im Krisemodus

Dertour-Chef Christoph Debus betonte gleichzeitig die eigenen Leistungen: Die aktuelle Krise zeige, „wie gut wir als Veranstalter auf solche Ausnahmesituationen vorbereitet sind, wie wir mit so etwas umgehen und was wir als Veranstalter können.“ Ein aktuelles Update der Veranstalter finden Sie auf dieser Website.

Vier Messebesucherinnen und -besucher stehen und sitzen am Stand der Fachzeitung „touristik aktuell“ auf einer Reisemesse, vor Prospektständern und einem großen Strandmotiv mit Markenlogo im Hintergrund.
touristik aktuell war traditionell in der ITB-Halle 25 präsent. Von links: Silke Czulik, Matthias Gürtler, Lahja Stäps und Bianca Peters. Foto: Nils Jenssen

Ute Fiedler traf sich unter anderem mit jungen Reiseverkäufern der Reisebüro-Kette RSO, mit den Chefs des ADAC Reisevertriebs und den Vertretern zahlreicher Tourist Boards. Das bedeutete allerdings auch oftmals lange Wartezeiten und kurzfristige Absagen. „Meist ist es sehr spannend. Manchmal ist es jedoch etwas zäh und ärgerlich, wenn man 25 Minuten auf einen Gesprächspartner wartet, der dann doch nicht erscheint“, beschreibt Fiedler ihr zwiespältiges Bild von manchen ITB-Terminen.

Viele Hoteliers in Sorge

Sylvia Raschke traf sich währenddessen mit vielen Hoteliers. Bei einigen von ihnen waren die Sorgenfalten gewaltig: So leben Ziele wie Mauritius, die Seychellen und die Malediven sehr stark von den Flügen über die Golfstaaten – und fürchten nun eine Stornowelle. Auch das Tourist Board Australien äußerte sich zurückhaltend: Asiatische Carrier könnten die aktuell guten Buchungen nicht abfangen, hieß es am Stand von Down Under. Je länger der Irankrieg dauere, desto mehr Reisende würde Australien aus Europa verlieren.

Eine positive Bilanz erlebte Raschke dagegen bei ihren Terminen mit Touristikern der Balearen. Deren Botschaft: Der Kurs gegen Overtourism zeigt Wirkung.

Einen fotografischen Eindruck von der ITB Berlin 2026 finden Sie in unserer Bildergalerie.