Nicht jedes WM-Land liegt gleich um die Ecke. Australien gehört zu den Nationen, für die selbst Reisen innerhalb des eigenen Landes schnell mehrere Flugstunden dauern können. Trotzdem haben sich die „Socceroos“ längst als feste Größe im internationalen Fußball etabliert.
In unserer WM-Serie stellen wir die Teilnehmerländer näher vor. Dabei geht es nicht nur um touristische Highlights, sondern auch um kuriose Fakten und Geschichten, mit denen sich beim nächsten Kneipen-Quiz vielleicht der entscheidende Punkt holen lässt.
Zwischen Opernhaus und Outback
Australien nimmt als einziger Staat einen ganzen Kontinent ein und ist mit rund 7,7 Millionen Quadratkilometern fast 22-mal so groß wie Deutschland. Die meisten der etwa 27 Millionen Einwohner leben an den Küsten, während das Landesinnere von den Weiten des Outbacks geprägt wird.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen das Opernhaus von Sydney, das Great Barrier Reef, die Great Ocean Road und der Uluru, der heilige Monolith im Herzen des Kontinents. Wer Australien bereist, erlebt dabei völlig unterschiedliche Landschaften – von tropischen Regenwäldern über endlose Strände bis hin zu Wüstenregionen.
Auch im Fußball geht Australien eigene Wege. Obwohl das Land geografisch zu Ozeanien gehört, spielen die Socceroos seit 2006 in den asiatischen Wettbewerben. Der Wechsel sollte den Weg zu Weltmeisterschaften erleichtern – mit Erfolg.
Australiens längste Abwehrkette
Fußballfans denken bei einer Abwehrkette normalerweise an vier oder fünf Spieler. Australien spielt in einer ganz anderen Liga. Mit dem sogenannten Dingo Fence besitzt das Land einen Schutzzaun von rund 5.600 Kilometern Länge – länger als die Strecke von Lissabon nach Moskau.
Errichtet wurde die gigantische Anlage, um Schafherden vor wilden Dingos zu schützen. Bis heute zieht sich der Zaun durch mehrere Bundesstaaten und gehört zu den längsten Bauwerken seiner Art weltweit.
Dass in Australien vieles eine Nummer größer ausfällt, zeigt sich auch bei einem anderen tierischen Bewohner des Outbacks.
Mehr Kamele als man denken würde
Wer an Australien denkt, hat meist Kängurus oder Koalas vor Augen. Tatsächlich beherbergt das Land aber auch die größte freilebende Kamelpopulation der Welt.
Die Tiere wurden im 19. Jahrhundert eingeführt, um beim Aufbau von Verkehrswegen und der Erschließung des Outbacks zu helfen. Als sie nicht mehr benötigt wurden, ließ man viele einfach frei. Heute leben Schätzungen zufolge mehrere Hunderttausend wilde Kamele in Australien.
Australien exportiert sogar Kamele in Länder des Nahen Ostens. Die Tiere gelten dort als besonders robust, weil sie seit Generationen unter den extremen Bedingungen des Outbacks leben.
In unserer WM-Serie bereits erschienen sind Beiträge zu folgenden Ländern:
Mexiko
Usbekistan
Curacao
Bosnien und Herzegowina
Kolumbien
Senegal
Kap Verde
Japan
Jordanien
Kroatien
Portugal
Saudi-Arabien



