Zwischen Mittelmeer und Sahara treffen antike Ruinen auf futuristische Filmkulissen, grüne Oasen auf endlose Sandlandschaften. Im Zuge der WM-Serie geht es dieses Mal nach Tunesien.
Fußball ist in dem nordafrikanischen Land populär. Die „Adler von Karthago“, wie die Nationalmannschaft auch genannt wird, sind bereits zum siebten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei. Doch jedes Mal war bereits nach der Gruppenphase Schluss.
Touristen verbinden Tunesien vor allem mit kilometerlangen Sandstränden am Mittelmeer, orientalischen Altstädten und der Sahara. Zu den schönsten Badestränden des Landes gehören laut Dertour Hammamet Plage, Yasmine Hammamet, Mahdia, die Region Tabarka mit zahlreichen Korallenbänken und die Strände Djerbas.
El Djem: Besuch eines Unesco-Weltkulturerbes
Doch das nordafrikanische Land hat nicht nur für Sonnenanbeter und Strandurlauber etwas zu bieten. In El Djem steht eines der größten römischen Amphitheater der Welt. Es ist 150 Meter lang und 120 Meter breit und wurde nie vollendet. Die Arena wurde ab dem Jahr 200 nach Christus errichtet und bot Platz für bis zu 35.000 Menschen. Sie gehört heute zum Unesco-Weltkulturerbe.
Filmfans kommen im Zuge einer Reise nach Tunesien ebenfalls auf ihre Kosten. Im Süden des Landes entstanden zahlreiche Szenen der „Star Wars“-Filme. Besonders bekannt ist das Berberdorf Matmata mit seinen unterirdischen Höhlenwohnungen. Matmata war ein zentraler Drehort für die Heimat von Luke Skywalker auf dem Wüstenplanet Tatooine. Als Kulisse für Skywalkers Tante und Onkel diente das Hotel Sidi Driss, zu dem auch Touren angeboten werden. Weitere Infos zu den zahlreichen Drehorten in Tunesien finden Sie auf dem Portal kino.de.

Endlose Wüste und Fata Morganas
Auch am Chott el Djerid, dem größten Salzsee Nordafrikas entstanden Szenen für Star Wars. Im Sommer trocknet die Oberfläche nahezu vollständig aus. Die Kulisse diente auch als Inspiration für Karl Mays Roman „Durch die Wüste“. An heißen Tagen entstehen hier häufig spektakuläre Luftspiegelungen (Fata Morganas).
Am Rand des Sees liegen die Oasenstädte Tozeur und Nefta. Die Region wird laut Discover Tunisia auch Djerid, das „Land der Palmen“, genannt. Am Rand der Sahara erstrecken sich dort riesige Oasen mit mehreren Hunderttausend Dattelpalmen. Über ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem wird das Wasser zahlreicher Quellen seit Jahrhunderten auf den Feldern verteilt.
Grüne Oasenstädte
Dank ihrer Lage an den historischen Karawanenrouten entwickelten sich Tozeur und Nefta zu wohlhabenden Handelszentren. Während Tozeur bis heute als kulturelles Zentrum des Südens gilt und für seine charakteristischen Lehmziegelfassaden bekannt ist, genießt Nefta den Ruf als bedeutendes Zentrum des Sufismus, der mystischen Strömung des Islam.
Geschichte begegnet Reisenden in Tunesien überall. Besonders beeindruckend sind die Ruinen von Karthago nahe der Hauptstadt Tunis. Die einst mächtige Handelsmetropole war Gegenspieler des Römischen Reiches in den Punischen Kriegen und Heimat des berühmten Feldherrn Hannibal. Nach ihrer Zerstörung durch die Römer entstand auf den Überresten eine neue römische Stadt, deren Ruinen heute zum Unesco-Weltkulturerbe gehören.
Zwischenstopp für Zugvögel
Auch kulinarisch hat Tunesien einiges zu bieten. Als Nationalgericht gilt Couscous, der traditionell mit Gemüse, Lamm, Fisch oder Huhn serviert wird. Charakteristisch für die tunesische Küche ist außerdem Harissa – eine scharfe Gewürzpaste aus Chilischoten, Knoblauch und Gewürzen, die heute weit über Nordafrika hinaus bekannt ist.
Und haben Sie gewusst, dass sich in Tunesien eines der wichtigsten Feuchtgebiete Afrikas befindet? Der Nationalpark Ichkeul ist Rastplatz für Hunderttausende Zugvögel, darunter Flamingos, Störche und verschiedene Entenarten, die hier auf ihrem Weg zwischen Europa und Afrika Halt und ein kleines bisschen Urlaub machen.




