Sri Lanka

Sri Lanka: Tropen hautnah

An das feuchtwarme Klima hat man sich bei den vielen Höhepunkten einer Sri-Lanka-Reise schnell gewöhnt.

An das feuchtwarme Klima hat man sich bei den vielen Höhepunkten einer Sri-Lanka-Reise schnell gewöhnt. Foto: stock.xchng

Das Land lockt mit Stränden, Kultur und faszinierender Natur  

Warm und feucht, alles dampft. Die Sonne müht sich durch dichtes Blätterwerk den Boden zu erreichen. Ihre Strahlen fingern von den Kronen der riesigen Kina-Bäume durch das Dickicht, setzen hier eine Orchidee in Szene, strahlen dort einen Laubfrosch an. Der schwere Duft der Engelstrompete legt sich über den etwas modrigen Atem des Regenwaldes. Unbekannte Vogelstimmen, noch nie gesehene Schmetterlinge und Dutzende von farbenprächtigen Libellen: Was für ein Erlebnis, durch den Dschungel Sri Lankas zu wandern.

Der Besuch im Sinharaja Regenwald ist während unserer Reise über die tropische Insel im Indischen Ozean nicht die einzige Begegnung mit der Natur. Schon am ersten Tag der Tour ging unweit Colombos einer der bekanntesten Naturforscher des Landes mit uns auf Exkursion. Der bemerkenswerte Mann hat in England studiert und verblüfft in den Talangama Wetlands mit seiner naturkundlichen Fachkenntnis. In den bis zu 2.000 Jahre alten Bewässerungsanlagen für Reisfelder entwickelte sich großstadtnah ein Kulturbiotop mit einer Vielzahl von Libellen, Affen und Vögeln. Als Standort dient uns das Öko-Hotel, das der Naturforscher betreibt.

Zweibeinige Säugetiere sind die Stars unseres nächsten Ziels, Sigiriya. Der Gipfel des 180 Meter hohen Felsens diente als Verteidigungsanlage mit Wassergräben und Steinkatapulten. Der kunstvolle Wassergarten mit Teichen und Springbrunnen setzt auch heutige Besucher noch in Erstaunen.
Den Atem verschlagen nicht die freizügigen Darstellungen der liebreizenden Wolkenmädchen – obwohl die dargestellten prallen Brüste durchaus eindrucksvoll sind – sondern die 1.200 Stufen nach oben. Aber bereits auf halber Höhe erreicht man die Mädchen über eine Wendeltreppe. Die Grazien mit ihren ausdrucksvollen Gesichtern sind nach 1.500 Jahren erstaunlich gut erhalten.

Im Vil Uyana kann man am Lotusblumenteich von den leichtgeschürzten Mädchen träumen oder sich eine Ayurveda-Behandlung gönnen. Im künstlich angelegten See zirpen Grillen, quaken Frösche und zwitschern Vögel, das Konzert lässt sich von jedem Zimmer aus genießen.

Anbau und Herstellung von Gewürzen und Ayurveda-Arzneien lernen wir auf der Fahrt nach Nuwara Eliya kennen. Der Ort liegt fast auf 2.000 Metern Höhe und wird auch „Little London“ genannt: Mal ist es sonnig, meist aber neblig und vergleichsweise kühl. Englischer Rasen erfreut Golfer am 18-Loch-Platz des Grand Hotels aus der Kolonialzeit. Very british, indeed.

Andrea Reck

Praxistipp: Das Hotel Vil Uyana
Rundreisen durch Sri Lanka werden von zahlreichen Veranstaltern angeboten. Das Luxushotel Vil Uyana bei Sigiriya ist unter anderem über Dertour, FTI, Meier’s Weltreisen und Thomas Cook Reisen buchbar.

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