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Vural Öger: „Die Riviera ist zugebaut“

Pionier des Türkei-Tourismus: Vural Öger

Pionier des Türkei-Tourismus: Vural Öger. Foto: mg

Der Neubaum-Boom an der Riviera muss ein Ende haben und die Türkei braucht einen langfristigen touristischen Masterplan. Davon ist der touristische Türkei-Pionier Vural Öger überzeugt.

Die Küste der Riviera sei „zugebaut“, kritisiert Öger im Interview mit touristik aktuell. Wo es früher Mandarinenbäume gegeben haben, entstünden heute immer neue Resorts. Diese Entwicklung sei lange ein Vorteil gewesen, aber irgendwann müsse Schluss damit sein, fordert der Türkei-Experte. „Jedes weitere Hotel zwischen Kemer und Alanya ist eines zu viel.“

Die bisherigen, punktuellen Pläne reichen nach Ögers Einschätzung schon lange nicht mehr aus, um Fehlentwicklungen zu verhindern. Vor allem müsse sich die Regierung Gedanken darüber machen, welche anderen Zielgebiete in der Türkei erschlossen werden sollten. So gebe es an der Ägäis-Küste „tolle Buchten, in denen landestypische Hotels stehen könnten“, erläutert Öger. Auch die Küste des Schwarzen Meeres habe ein riesiges Potenzial. Die Investoren jedoch hätten „nach wie vor in erster Linie die Riviera im Blick“.

Öger war einer der ersten türkischen Einwanderer in Deutschland und wechselte nach seinem Ingenieursstudium an der TU Berlin umgehend in die Touristik: 1969 gründete er das Reisebüro Istanbul, mit Öger Tours agierte er viele Jahre als Marktführer. 2011 verkaufte er den Veranstalter an Thomas Cook, im November 2013 wagte er mit VÖ Travel den Neustart.

Das gesamte Interview mit Vural Öger lesen Sie in der neuen Ausgabe von touristik aktuell (ta 21-22/15).
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