Verkehr

VDR fordert Flugpreis-Zahlung erst beim Check-in

„Pay-as-you-check-in“: Dies schlägt der VDR als Alternative zur Insolvenzversicherung für Airlines vor. Foto: Flughafen München

„Pay-as-you-check-in“: Dies schlägt der VDR als Alternative zur Insolvenzversicherung für Airlines vor. Foto: Flughafen München

In der Diskussion um einen besseren Kundenschutz vor Airline-Pleiten bringt der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) einen weiteren Vorschlag ins Spiel. Als Alternative zur Insolvenzabsicherung plädiert der Geschäftsreiseverband dafür, Tickets erst beim Check-in zu bezahlen. Bislang müssen die Flugpreise üblicherweise bereits zum Zeitpunkt der Buchung beglichen werden. 

„Mit dem bisherigen Vorgehen gewähren Flugreisende den Airlines bis zum Zeitpunkt der Beförderung einen Kredit, obwohl die Beförderungsleistung noch nicht erbracht ist und auch nicht garantiert werden kann“, kritisierte VDR-Präsidiumsmitglied Inge Pirner jüngst im Rechtsausschuss des Bundestages. Für eine Bezahlung bei Leistungserbringung seien allerdings Lösungen nötig, die eine Zahlung auch „sicher gewährleisten können, um die Beförderung sicherzustellen“.

Ein weiterer Vorteil des „Pay-as-you-check-in“-Verfahrens sei, dass die bislang umständliche Rückerstattung des Flugpreises bei Annullierungen entfalle. „Zwar stellen die Airlines das Thema Digitalisierung stärker in den Fokus, allerdings gibt es noch immer keine automatisierten Prozesse bei Erstattungen“, so Pirner. Ihr zufolge ist das Verfahren zum Beispiel über Reisebüros kompliziert, da die verschiedenen Tarifkomponenten oftmals von unterschiedlichen Stellen freigegeben werden.

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