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Tauernradweg: Super Superlativ

Die Tour ist auch für Genussradler gut geeignet.

Die Tour ist auch für Genussradler gut geeignet.

An der Salzach entlang folgt eine Attraktion der nächsten

Das Grand Hotel am Zeller See ist einer der zahlreichen Hingucker auf dem Tauernradweg.

Das Grand Hotel am Zeller See ist einer der zahlreichen Hingucker auf dem Tauernradweg. Fotos: jw

Die größten Wasserfälle Europas in Krimml, die weltweit größte erschlossene Eishöhle der Welt, die Eisriesenwelt in Werfen, die größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas, die Festung Hohensalzburg in Salzburg – auf der 270 Kilometer langen Tauernradwegrunde oder dem 310 Kilometer langen Tauernradweg hangelt man sich von Superlativ zu Superlativ.

Der Beginn des Radwegs ist berauschend, das Tosen gewaltig, der Sprühnebel dicht und fein: Die Wasserfälle in Krimml. Über drei Stufen ergießt sich das Nass die Felsen hinab, bis zu 40.000 Liter pro Sekunde. Am Rande der blendend weißen Gischt verharren mehrere Menschengruppen andächtig.

Überraschend wenige Steigungen
Der Radweg trägt die Gebirgskette der Hohen Tauern im Namen. Doch keine Angst, er führt nicht über die Berge, sondern mit nur wenigen Steigungen an der Salzach entlang. Auf einem Gefälle von etwa 550 Metern verläuft er beispielsweise von Krimml bis Salzburg auf teils asphaltierten, teils geschotterten Wegen und manchmal auch auf Straßen. Vom ADFC e. V. wurde die Route mit vier Sternen als Qualitätsroute ausgezeichnet.

Mit Wassernebel im Rücken geht es erst einmal bergab, so dass weiterhin genügend Muße bleibt, sich den Ausblicken auf Berge und Gipfel ausgiebig hinzugeben.
Wasser bleibt während der gesamten Reise ein Thema. Badefreaks finden viele Gelegenheiten zum Schwimmen: im Freibad Fun-Park in Piesendorf, im Erlebnisbadesee in Uttendorf, in Kaprun im 20.000 Quadratmeter großen Tauern-Spa oder in Golling im Aqua Salza. Dazu kann man die Kitzloch- und die Lichtensteinklamm besuchen und den Gollinger Wasserfall. Mit seinem türkisblauen Wasser und seinem hübschen Strandbad lockt als weiteres Highlight der Zeller See ins kühle Nass.

Genuss am Wegesrand
Das Salzburger Land kann man sich erradeln, als Genießerland kann man es sich aber auch erschmecken. In der eigens aufgelegten Broschüre „Via Culinaria – Genusswege im Salzburger Land“ finden sich allerlei Tipps. 220 dieser Genuss-Stellen sind direkt am Tauernradweg oder in unmittelbarer Nähe gelegen.

In den Gassen Salzburgs entdecken wir das winzig kleine „Käslöchl“ oder handgerollte Original Salzburger Mozartkugeln, die echten in blau-silbriger Folie, in den Auslagen des Schaufensters der Café Konditorei Fürst. Der Urenkel des Erfinders, Norbert Fürst, stellt sie bis heute aus Nougat, Pistazienmarzipan und Schokolade her.
Eine Schifffahrt auf der Salzach bildet den Abschluss der Reise und offenbart einen Blick auf allerlei Sehenswürdigkeiten wie die alles überragende Festung Hohensalzburg.

Der Abschied könnte nicht schöner sein: Das Boot dreht sich im Kreis um sich selbst, der Kapitän lässt das Schiff zu Mozartklängen schaukeln. Ein Schiff tanzt Walzer.

 

Eine Tour, drei Anbieter
Der Tauernradweg wird bei folgenden Veranstaltern angeboten:
Dertour: Individuelle Rundtour, 8 Tage ab/bis Salzburg, ab 1.156 Euro für zwei Personen im DZ/ÜF, www.dertour.de
Eurobike: Individuelle Radreise, sieben Tage ab Krimml über Salzburg bis Schärding, ab 469 Euro pro Person im DZ in Kategorie B, www.eurobike.at
Velociped: achttägige individuelle Tour ab/bis Salzburg, ab 535 Euro pro Person im DZ/ÜF in Kategorie B, www.velociped.de

Judith Weibrecht

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