Reisevertrieb

Lob für Reisebüros: Und nun?

Sie sind die Vertreter der Reisebüros im DRV: Andreas Heimann (DER) und Ralf Hieke (IVR Reisebüro, Ibbenbüren)

Sie sind die Vertreter der Reisebüros im DRV: Andreas Heimann (DER) und Ralf Hieke (IVR Reisebüro, Ibbenbüren). Foto: DRV

Reisebüro-Kunden sind mit dem angestammten Vertriebsweg und dem Produkt Pauschalreise hoch zufrieden. Aber was folgt aus diesem Ergebnis einer Forsa-Studie im Auftrag des DRV? Darüber gehen die Meinungen weit auseinander.

Für Michael Vivell, Inhaber des Derpart Reisebüros Vivell in Landsberg am Lech, könnten die guten Umfrageergebnisse Grundlage für eine groß angelegte Image-Kampagne sein. Es sei „an der Zeit, dass wir in der Öffentlichkeit zeigen, was der stationäre Reisebüro-Vertrieb leistet“, sagte Vivell während eines Reisebüro-Workshops auf der DRV-Jahrestagung in Hamburg.

Das stieß zunächst auf Zustimmung, rief aber anschließend auch Skepsis hervor. Denn die Erfahrungen vergangener Projekte hätten gezeigt, dass die Finanzierung äußerst schwierig sei. Aus Sicht von Wolfgang Punzet vom Soodener Reisebüro ist es denn auch besser, regional aktiv zu sein und vor Ort zu kommunizieren, „dass wir für die Kunden da sind“.

Diesen Weg sieht auch DRV-Vizepräsident und Reisebüro-Inhaber Ralf Hieke als sinnvoll an. Dem Reiseverband komme die Aufgabe zu, dabei unterstützend zu wirken, etwa durch das Bereitstellen von Zahlen und Fakten.

Davon abgesehen zeigte sich Hieke glücklich darüber, „dass wir endlich mal nicht nur gefühlt, sondern per Umfrage belegt bekommen, dass Reisebüros eine gute Arbeit machen“, sagte der Inhaber des Reisebüros Strier in Ibbenbüren zum Abschluss der Workshop-Runde auf dem Kreuzfahrtschiff Artania. Genau dies müsse man als DRV „jetzt auch kommunizieren“.

Dem kann sich Andreas Heimann, Chef des DER und DRV-Vizepräsident für die Reisebüro-Ketten, nur anschließen. Es sei wichtig, die positiven Erkenntnisse der Forsa-Studie kommunikativ zu nutzen: Denn das Lob der Kunden falle ja „nicht vom Himmel, sondern beweist, dass der Service der Reisebüros von vielen Kunden sehr geschätzt wird“.

Den Artikel zur Forsa-Studie finden Sie hier.

Kommentare (3)

  • Dietmar Scherer
    am 13.12.2019
    Ich habe mir den Artikel zur Forsa Umfrage angeschaut bzw gelesen..
    Ich habe den Artikel mehrmals gelesen...
    Es kommt bei der Umfrage nur 2 mal das " Reisebüro" vor, und zwar im Bezug Beratung im Reisebüro zum Internet, was die Kunden selbst im Internet herausfinden und buchen können. Das ist aber schon alles..
    Wie können die dann auf der DRV Tagung so in Hochstimmung verfallen?
    Die Kunden sehen zwar diesbezüglich den stat. Vertrieb im Vorteil, aber das heist ja noch lange nicht, das dann dort auch gebucht wird. Eher im Gegenteil... Woher kommen den die ganzen Internetbucher ? Der Anteil steigt weiter Wenn es stimmt das z.b die TUI in Skandinavien 2018 das letzte Reisebüro geschlossen hat...und meint Deutschland ist ein Gallisches Dorf... na ja... In vielen bereichen hat online das Reisebüro schon überholt...Eintrittskarten, Nur Flüge/Hotels, Events etc... jetzt ist die normale Pauschlreise dran...die Aufwendigen, Komplizierten Reisen bleibt dann beim Reisebüro...

    Quelle
    https://web.de/magazine/reise/offline-urlauber-reise-buchen-32882676
  • ta - Matthias Gürtler
    am 13.12.2019
    Hallo Herr Scherer,
    der Artikel basiert auf dem Vortrag von Forsa auf der DRV-Tagung. In der dortigen Rede fiel das Wort Reisebüro mehr als zweimal. Man darf es nicht überbewerten - aber man darf sich auch mal über positive Dinge freuen....
  • Ernst Jürgen Ragusa
    am 16.12.2019
    Wie wäre es, wenn man dem normalen Kunden erst einmal den Unterschied zwischen Reisebüro und Reiseveranstalter erklärt und damit auch die unterschiedlichen Aufgaben und Arbeitsabläufe ?

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