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Glauch storniert Reisen bis 16. September

Glauch Reisen nach der Insolvenz: Ab sofort führt ein Jurist Regie

Glauch Reisen nach der Insolvenz: Ab sofort führt ein Jurist Regie. Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Nach dem Insolvenzantrag des Veranstalters Glauch Reisen beim Amtsgericht Mönchengladbach hat der vorläufige Insolvenzverwalter Jürgen Tömp zunächst alle Buchungen des Geschäftsbereichs Touristik bis 16. September storniert. Die Stornierungen, die für die Einreichung bei der Reiseversicherung erforderlich sind, würden umgehend an die Kunden versendet, heißt es in einer Mitteilung. Wie es mit Pauschalreisen und Hotelbuchungen nach dem 16. September weitergeht, soll möglichst schnell geklärt werden.

Momentan ist Tömp mit seinem Team vor Ort und verschafft sich einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Dazu wird er unter anderem Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten führen. Vor allem die Perspektiven des Geschäftsbereichs Touristik werden intensiv überprüft. „In unserem Fokus steht die Situation aller Reisenden, die bei Glauch gebucht haben“, sagt Tömp.

Der Betrieb des Geschäftsbereichs Busreisen läuft zunächst uneingeschränkt weiter. „Alle Busreisen, Tagesfahrten und Busanmietungen sowie die Fahrbetriebe im Schülerverkehr und ÖPNV finden ohne Einschränkungen statt", sagt Tobias Glauch, Geschäftsführer der Glauch Reisen GmbH & Co KG.

Die Löhne und Gehälter der rund 70 Mitarbeiter wurden einer Mitteilung zufolge gezahlt. Für die kommenden Monate prüft Tömp nun die Vorfinanzierung von Insolvenzgeldzahlungen. Glauch Reisen kam im vergangenen Jahr mit beiden Geschäftsbereichen auf rund 150.000 Reisende.