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WTA-Gruppe mit Zahlungsschwierigkeiten

WTA-Homepage: Reisebüros sollten bei Buchungen derzeit Vorsicht walten lassen.

WTA-Homepage: Reisebüros sollten bei Buchungen derzeit Vorsicht walten lassen. Screenshot: ta

Am heutigen Mittwoch will WTA-Chef Gehlert offiziell zur aktuellen Situation Stellung nehmen. ta berichtet dann umgehend auf der Homepage. Die Ausgangssituation ist: Die Schweizer Veranstaltergruppe WTA-X Travel steckt offenbar in Schwierigkeiten. Nach Informationen von touristik aktuell haben am Montag mindestens fünf Incoming-Agenturen die Verträge mit WTA gekündigt. Das bedeutet: Mehrere Hundert Kunden unter anderem in der Türkei und auf Mallorca müssen Transfers und Hotels selbst bezahlen. Wie es mit ihren Flügen aussieht, ist derzeit unklar.

Hintergrund der Kündigung sind „nicht erfüllte Leistungen“, wie der Chef einer großen Agentur bestätigt. Dabei gehe es vor allem um in der Branche übliche Vorauszahlungen an die Hoteliers. Die Geschäftsführung von WTA ist bislang nicht zu erreichen.

Zur WTA-Gruppe gehören unter anderem die Veranstalter AMA Reisen, TSS Reisen, WTA-X Travel, Arg viel Ferien (ARG) und Flight & Travel (FAT). Sie sind unter anderem über die Schmetterling-Buchungsmasken Vanessa und Neo sowie die IBE buchbar.

In den Schlagzeilen war WTA nach der Pleite von GTI im Sommer 2013. Damals hatte der Veranstalter über seine Tochter Ama Reisen den Kunden von GTI angeboten, die Reisen zum gleichen Preis durchzuführen. Jochen Gehlert, Verwaltungsratsvorsitzender von WTA-X Travel, hatte damals von rund 6.000 Kunden und einem Buchungsvolumen von rund 13 Millionen Euro gesprochen.

Wie viele Kunden von der aktuellen Situation betroffen sind, ist nicht bekannt. In sozialen Netzwerken wird über rund 1.000 Betroffene spekuliert. Diese Zahl dürfte jedoch zu hoch gegriffen sein.  

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