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Mallorca: Dickes Minus aus Deutschland

Playa de Palma: Der lange Sandstrand von Mallorcas wichtigster Tourismuszone lockt auch am Abend Sonnenanbeter

Playa de Palma: Der lange Sandstrand von Mallorcas wichtigster Tourismuszone lockt auch am Abend Sonnenanbeter. Foto: ff

Die Rekorde der Vorjahre sind Vergangenheit: Im ersten Halbjahr 2019 mussten die Balearen aus ihrem wichtigsten Quellmarkt Deutschland mit 1,1 Millionen Gästen ein Minus von gut sieben Prozent hinnehmen. Und auch die Monate Juli bis September sehen nicht besonders rosig aus: Die Flugkapazitäten liegen um rund 6,6 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Der August begann denn auch mit einer vergleichsweise hohen Zahl freier Betten, während in den Vorjahren viele Hotels ausgebucht waren. Dabei sieht die Nachfrage über alle Quellmärkte hinweg gar nicht so schlecht aus: In den ersten sechs Monaten kamen mit 5,5 Millionen Gästen insgesamt sogar 1,9 Prozent mehr ausländische Urlauber auf die Balearen als im gleichen Zeitraum 2018.

Entsprechend entspannt ist der neue Tourismusminister Iago Negueruela. Die „leichten Rückgänge“ aus Deutschland seien angesichts der vorherigen Rekorde akzeptabel. Außerdem verfolge man nach wie vor das Ziel, die Nebensaison zu stärken – statt die Zahlen in der Hauptsaison weiter zu steigern.

Dies gelte insbesondere für die Playa de Palma und die dortigen Alkohol-Exzesse von Urlaubern, die im Sommer besonders heftig sind. Zurzeit wird sowohl unter Touristikern auf den Balearen als auch in der Politik darüber diskutiert, ob und wie man den Alkoholverkauf und -ausschank reglementieren solle. Berichte über Urlauber, die über die Stränge schlagen, sollen auf jeden Fall der Vergangenheit angehören, kündigt Minister Negueruela an.

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