Reisevertrieb

Amadeus: Vorvertragliche Infos von Passolution

Hat der Kunde einen deutschen Pass, sind Reisebüros (zumeist) fein raus. Schwierig wird es bei anderen Nationalitäten

Hat der Kunde einen deutschen Pass, sind Reisebüros (zumeist) fein raus. Schwierig wird es bei anderen Nationalitäten. Foto: AndreyPopov/istockphoto

Seit 27. November bietet das Preis- und Beratungssystem Bistro keine Pass- und Visainformationen mehr an. Auch Sicherheitshinweise, Einreisebestimmungen und Impfempfehlungen werden in der Infobox nicht mehr angezeigt.

Jetzt wird diese Service-Lücke geschlossen, allerdings nur für Toma und die IBE von Traveltainment. Geliefert werden die oben genannten Infos von Passolution. Genutzt werden können sie wie etwa bei Bewotec allerdings nur, wenn ein entsprechender Lizenzvertrag  mit Passolution abgeschlossen wurde.

Diesen können Reisbüros selbst abschließen. Nicht nötig ist dies, wenn die Zentrale der jeweiligen Kette und Kooperation bereits einen Vertrag hat, wie dies etwa bei TSS,  LCC, Tourcontact und den Alltours Reisecentern der Fall ist.

Reisebüros dieser Verbünde können in Kürze Nationalitäten und Reiseziele ihrer Kunden auch über den Amadeus Form Wizard erfassen und mit einem Klick zur Prüfung an Passolution senden. Die Datenbank des Unternehmens liefert umgehend die erforderlichen Informationen.

Da der Form Wizard sowohl für touristische Buchungen in der Toma-Maske als auch für klassische Flugreservierungen zur Verfügung steht, können Reisebüros für nahezu jede Buchung in wenigen Schritten nicht nur das erforderliche Formblatt, sondern auch die Informationen von Passolution abrufen. Geliefert werden sie als PDF-Datei.

Für Online-Reisebüros ermöglicht Traveltainment den Zugriff auf die Passolution-Datenbank in der Traveltainment-IBE (Basic und Premium) alternativ zu Iata-Timatic.

Das Abschalten der oben genannten Infos in Bistro hatte zuvor bei vielen Reisebüros für Verwunderung und Verärgerung geführt. Zumal die Begründung von Traveltainment nicht zu akzeptieren war: Der Bistro-Betreiber verwies darauf, dass die Infos „nach dem Übertrag eines Angebots in ein GDS“ vom Veranstalter geliefert würden.

Dies sei jedoch völlig unpraktisch, kritisierten Reisebüros: Oben genannte Informationen seien als Teil der vorvertraglichen Informationspflicht von Anfang an Teil der Beratung. „Und nicht erst dann, wenn wir kurz vor der Buchung stehen“, hieß es in diversen Facebook-Gruppen.

Hinzu kommt: Die Aussage, Veranstalter würden grundsätzlich die benötigten Infos liefern, ist falsch. Einige Anbieter tun dies nicht. Aus diesem Grund haben neben den Ketten und Kooperationen auch Technikanbieter wie Bewotec (Myjack) und Traffics (Cosmonaut) Verträge mit Dienstleistern wie Passolution und Iata-Timatic geschlossen.

 
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