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Thomas Cook: Das Minus wird größer

Bei Thomas Cook hofft man noch auf einen positiven Abschluss des Touristikjahres

Bei Thomas Cook hofft man noch auf einen positiven Abschluss des Touristikjahres. Foto: ta

Nach der gestrigen Negativ-Bilanz von TUI hat nun auch Thomas Cook ein enttäuschendes Halbjahresergebnis vorgelegt. Insgesamt beträgt der Nettoverlust für das Winterhalbjahr 1,67 Milliarden Euro – trotz eines erstaunlichen Buchungswachstums von sieben Prozent.

Ein großer Teil des Nettoverlusts geht auf eine Wertberichtigung aus dem Jahr 2007 zurück. Damals verschmolz Thomas Cook mit dem britischen Veranstalter My Travel. Aber auch ohne diese Korrektur stieg das Halbjahresminus – und zwar  um 75 Millionen auf 281 Millionen Euro.

Dies hat auch damit zu tun, dass sich der Zuwachs bei den Buchungen nicht im Umsatz widerspiegelt: Insgesamt ging dieser im ersten Halbjahr um gut 200 Millionen Euro auf knapp 3,5 Milliarden Euro zurück.

Der Grund dafür liegt laut Konzernchef Peter Fankhauser vor allem in der „zögernden Nachfrage im Veranstaltergeschäft“. Vor allem der britische Markt zeige sich angesichts der Brexit-Unsicherheiten deutlich schwächer.

Doch auch Deutschland hängt durch. Fankhauser nennt zwar keine konkreten Zahlen, gibt aber zu, dass die Buchungen unter den geplanten Kapazitäten liegen. Und die seien im Vergleich zum Vorjahr bereits reduziert worden. Der Grund für das Buchungsminus in Deutschland sei eine schwächere Konsumbereitschaft der Bundesbürger.

Ähnlich wie TUI-Chef Fritz Joussen hat der Cook-Chef das laufende Touristikjahr aber noch nicht aufgegeben. Vor allem durch die starke Nachfrage für die Türkei sowie für Tunesien und Ägypten werde das Endergebnis deutlich positiver ausfallen als die Halbjahresbilanz.

Der Marge hilft das offenbar nicht: Trotz der Fortschritte beim Ausbau der eigenen Hotellerie würden höhere Treibstoff- und Hotelpreise für „kräftigen Gegenwind“ sorgen, so Fankhauser.

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