Veranstalter

Millennials: Ein Imagewandel muss her

Zwei Millennials, die sich mit der Frage beschäftigen, wie man ihren Altersgenossen die Veranstalterreise schmackhaft machen kann: TUI-Produkt-Manager Lennart Tietz (links) und Reiseberater Moritz Hennesen

Zwei Millennials, die sich mit der Frage beschäftigen, wie man ihren Altersgenossen die Veranstalterreise schmackhaft machen kann: TUI-Produkt-Manager Lennart Tietz (links) und Reiseberater Moritz Hennesen. Foto: TUI/Leevke Struck

Sowohl Veranstalter als auch Reisebüros haben Nachholbedarf, was die Ansprache der jungen Zielgruppe angeht. Auch das Image könnte durchaus besser sein, sagen Lennart Tietz und Moritz Hennesen, die im Auftrag von TUI untersuchen, was Millennials in Sachen Urlaub wichtig ist.

„Viele aus der Generation Y verbinden die Veranstalterreise mit standardisierten und wenig flexiblen Produkten, die kaum authentische Erlebnisse bieten“, so Tietz. „Da sehen einige vor ihrem inneren Auge isolierte All-inclusive-Resorts, in denen man von der Umgebung nichts mitbekommt. Das kleine Deutschland im Urlaub sozusagen mit deutschem Essen und anderen deutschen Gästen“, legt Hennesen nach. Beide betonen jedoch, dass die Veranstalter grundsätzlich die richtigen Produkte für junge Leute hätten, es aber oftmals an der richtigen Kommunikation fehle.

Veranstalter und Reisebüros müssten sich in der Vermarktung flexibler zeigen und die Zielgruppe dort ansprechen, wo sie sich bewege. Das seien insbesondere die sozialen Medien – die von einigen Reisebüros eher noch etwas stiefmütterlich behandelt würden. „Reisebüros, die sich vorgenommen haben, irgendwann mal mehr in Social Media zu investieren, sollten schnell aktiv werden. Es muss jetzt losgehen!“, sagt Hennesen, der selbst als Reiseberater im TUI Store in Hannover arbeitet.

Zudem sei es wichtig, auch jungen Leuten die Vorteile einer individuell und flexibel gestaltbaren Veranstalterreise zu vermitteln. „Wenn ein Streik den Flughafen lahmlegt, wenn auf Lombok der Vulkan ausbricht, wenn das Flug-Ticket Teil der Insolvenzmasse ist … Dann ist klar, dass sich jemand kümmert und man außerdem ohne Zusatzkosten schnell nach Hause kommt“, so Tietz.

Das komplette Interview lesen Sie in der Ausgabe 20-21/2019 von touristik aktuell, die in der kommenden Woche erscheint.

   

Kommentar schreiben