Destinationen

Thailand will Tourismus verträglicher machen

Thailand einmal anders: Eine neue Tour führt zu den Surin-Inseln, rund 100 Kilometer nördlich von Khao Lak

Thailand einmal anders: Eine neue Tour führt zu den Surin-Inseln, rund 100 Kilometer nördlich von Khao Lak. Foto: Fremdenverkehrsamt Thailand

Der Tourismus-Boom in Thailand reißt nicht ab: 32,6 Millionen ausländische Besucher kamen vergangenes Jahr, neun Prozent mehr als 2015. Und der deutsche Markt erzielte mit fast 834.000 Gästen ein Plus von 9,7 Prozent. Für das südostasiatische Land nicht nur ein Erfolg, sondern auch eine Herausforderung. Seit Jahren arbeitet die Politik in Thailand daran, die negativen Folgen des wachsenden Urlauberansturms und die Überfüllung in den meistbesuchten Orten einzudämmen. Unter anderem sollen die Touristen aus ihren Strand-Resorts herausgelockt und für das Leben und die Alltagskultur der Thais interessiert werden. Damit will Yuthasak Supasorn, der Chef des Fremdenverkehrsamts TAT, auch neue, ländliche Destinationen auf die touristische Landkarte bringen. „Von solchen lokalen Reiseprodukten profitieren alle – die Reisenden, die Einheimischen und auch die Reisebüros.“ Sie könnten durch besondere Erlebnisse loyale Kunden gewinnen. Ein Beispiel für das, was die Tourismuswerber wollen, hat jetzt der Spezialveranstalter Asiamar im Angebot: Er hat eine Kurztour zu den „Seezigeunern“ auf den Surin-Inseln nördlich von Khao Lak aufgelegt. Das Dreitageprogramm mit Wanderung, Boots- und Schnorcheltouren und vielen besonderen Einblicken wurde zusammen mit Einheimischen entwickelt, die auch als Guides fungieren. Asiamar will in Zusammenarbeit mit dem TAT in Frankfurt noch weitere Touren anbieten. Das Fremdenverkehrsamt hat sich vorgenommen, die südthailändische Provinz Phang Nga stärker in den Tourismus einzubeziehen. Zu der Provinz gehören zwar das Touristenzentrum Khao Lak und die stark frequentierte Phang-Nga-Bucht mit ihren Felseninselchen wie James Bond Island. Doch in den Norden der Region kommen bislang wenige Urlauber. Auch bei anderen Veranstaltern gibt es Touren, die das TAT vorbildlich findet. Kürzlich verlieh es die „Green Excellence Awards“ für nachhaltigen Tourismus an zwei deutsche Anbieter: Tischler Reisen und Explorer Fernreisen. Tischler bietet etwa eine Nordthailand-Rundreise mit zahlreichen Einblicken in das Leben der Einheimischen, aber auch Streetfood-Touren in Bangkok an. Explorer veranstaltet Radtouren entlang der Grenze mit Myanmar oder Wanderungen zu den Bergvölkern im Norden Thailands.

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