Reisevertrieb

Reiserecht: Reisebüros weiter extrem genervt

Das neue Reiserecht ist auf der Jahrestagung des DRV in Italien eines der Topthemen

Das neue Reiserecht ist auf der Jahrestagung des DRV in Italien eines der Topthemen. Foto: mg

Das neue Pauschalreisegesetz ist 100 Tage alt – und es nervt nach wie vor gewaltig. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des DRV unter bislang 300 Agenturen. 

Demnach führt das Gesetz bei 83 Prozent der deutschen Reisebüros zu Verunsicherung und Genervtheit sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Kunden. 85 der Büros sagen sogar, dass sie für die Beratung doppelt so viel Zeit brauchen als vor dem Inkrafttreten vor dem 1. Juli. Nur zwölf Prozent der Büros gaben zu Protokoll, dass sie mit den neuen Prozessen gut zurecht kommen.

„Das Ergebnis zeigt, dass wir bei diesem Thema noch viel Arbeit vor uns haben“, schlussfolgert DRV-Präsident Norbert Fiebig in einem Gespräch am Rande der DRV-Jahrestagung. Zudem werde klar, dass der stationäre Vertrieb gegenüber dem Internet deutlich benachteiligt sei. Online würden die Formulare zugesteuert und der Kunde drücke „einfach auf okay“, so Fiebig. Am Counter dagegen stelle der Kunde Fragen – und das nehme Zeit in Anspruch.

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Kommentare (2)

  • Alfons Kissel
    vor 5 Tagen
    Es wird Zeit, dass asr und DRV vom Hohen Ross herunterkommen und sich gemeinsam mit dem VUSR an einen Tisch setzen.
  • R. Maertens
    vor 5 Tagen
    Alfons, es sind keine hohen Rösser, sondern zwischenmenschliche Blockaden, welche gemeinsame Gespräche zu Themen verhindern, bei denen eigentlich das Ziel das Gleiche ist.

    Daher an alle 3 Verbände: vergesst, was an teilweise unschönen Worte gefallen ist und redet miteinander. Nur gemeinsam können wir die schleichende Abschaffung des Handelsvertreters verhindern.

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