Reisevertrieb

Sun Express: Reiseverkäufer als Türkei-Botschafter

Gruppe 3 des Famtrips vor dem Uhrturm, dem Wahrzeichen von Izmir

Gruppe 3 des Famtrips vor dem Uhrturm, dem Wahrzeichen von Izmir. Foto: mg

An diesem Konzept könnte sich die deutsche Hotelbranche eine Scheibe abschneiden: „Safe Tourism“ nennt sich ein Zertifikat, mit dem die türkische Regierung zurzeit sämtliche Hotels auf die Corona-Pandemie einstellt. „Das Siegel ist verpflichtend. Wir wollen allen Gästen einen sicheren Aufenthalt bieten“, sagt der stellvertretende Tourismusminister der Türkei, Nadir Alpaslan.

Der hochrangige Politiker war einer der Ehrengäste eines Famtrips von Sun Express und touristik aktuell, der Ende vergangener Woche 35 Reiseverkäufer an die türkische Ägäis-Küste führte. Er stand unter dem Motto „Botschafter für Türkei-Urlaub“.

Zu den Mitorganisatoren gehörte die im Januar neu gestartete Turkey Tourism Promotion and Developmet Agency (TGA), die mit der deutschen DZT vergleichbar ist. Sie soll das touristische Marketing für die Türkei auf eine neue, strategisch ausgerichtete Stufe heben.

Der Ausbruch von Corona hat die Prioritäten allerdings erst einmal verschoben: Zurzeit geht es bei TGA vor allem um das einheitliche Durchsetzen von Hygiene-Maßnahmen zum Schutz der Touristen.

Das funktioniert bereits sehr gut. „Es ist erstaunlich, wie weit die Türken sind und wie konsequent die Maßnahmen umgesetzt werden“, war das einhellige Fazit der 35 Reiseverkäufer. Wichtig ist für sie zudem: Das Urlaubserlebnis wird durch die verstärkten Hygiene-Auflagen kaum eingeschränkt.

So gibt es vor jedem Hotel Hygiene-Matten, durch die Schuhe automatisch desinfiziert werden. Jedem Hotelgast wird bei Betreten des Hauses die Temperatur gemessen, überall gibt es Desinfektionsspender sowie Hinweise auf Social Distancing. Die Zimmer werden zusätzlich desinfiziert, der Mundschutz muss (wenn überhaupt) nur an der Rezeption getragen werden.  

Beeindruckt waren die Teilnehmer auch vom großen Engagement und dem Enthusiasmus der türkischen Gastgeber: „Ich habe in den vergangenen Wochen schon Famtrips nach Fuerteventura und Mallorca gemacht. Das hier war mit Abstand der beste“, schwärmte eine Teilnehmerin.

Gleichzeitig bedauert sie, dass die Reisewarnung für die Türkei weiterhin Gültigkeit hat: „Ich habe Kunden, die buchen sofort Türkei-Urlaub, wenn diese Warnung fällt“, weiß sie. Ich werde das Land dann auf jeden Fall ganz aktiv anbieten – erst recht nach den Erfahrungen der vergangenen Tage.“

Als Botschafter für Türkei-Urlaub sehen sich aber auch alle anderen Teilnehmer des Famtrips: „Diese Reise hat gezeigt, dass die türkische Tourismusbranche mindestens so gut auf Corona  eingestellt ist wie deutsche Hotels und Restaurants. Vielleicht sogar besser“, zeigt sich ein Reisebüro-Inhaber aus Süddeutschland überzeugt.

Ärgerlich ist für ihn nicht nur die Reisewarnung für die Türkei, sondern auch die jüngst verschärfte Quarantäne-Regelung. Die können Kunden von Sun Express und anderer Airlines allerdings durch einen Covid-Test umgehen, der direkt an den Flughäfen durchgeführt wird und 15 Euro kostet. Das Ergebnis wird per E-Mail mitgeteilt und liegt spätestens nach der Landung in Deutschland vor.

Die gute Nachricht für die Famtrip-Teilnehmer: Niemand wurde positiv getestet. Und kein einziger hatte Probleme bei der Einreise in Deutschland. Insofern freuen sich Sun Express und touristik aktuell auf den kommenden Donnerstag: Dann startet die zweite Runde von „Botschafter für Türkei-Urlaub“. 35 Reiseverkäufer werden dann die Region Antalya erkunden.

Eindrücke vom ersten Famtrip finden Sie in unserer Bildergalerie hier.
 

 
Sylvia Raschke/Matthias Gürtler